Physical AI bringt künstliche Intelligenz in die reale Welt: in Roboter, Maschinen und Systeme, die aus Perspektive eines Beobachters wahrnehmen, entscheiden und handeln können. Genau darum geht es beim ersten Davos Tech Summit, der vom 1. bis 4. Juli 2026 Davos in Europas erste Robot City verwandelt. Im Gespräch erklären Pascal Kaufmann, Tech-Unternehmer und Mitinitiant des Davos Tech Summit, sowie Rebecca Brauchli, Leiterin ZHAW digital und ebenfalls Mitinitiantin des Summits, warum intelligente Robotik weit mehr ist als ein Technologiethema und weshalb Unternehmen Physical AI jetzt praktisch verstehen sollten.
Wenn heute über künstliche Intelligenz gesprochen wird, geht es meist um Chatbots, generative KI oder automatisierte Prozesse. Physical AI setzt an einem anderen Punkt an. Es geht um intelligente Systeme, die nicht nur Informationen verarbeiten, sondern sich in physischen Räumen bewähren müssen. Der Davos Tech Summit will genau diese Entwicklung erlebbar machen. Unter dem Motto «Touching Intelligence» geht es nicht um eine weitere Debatte über Algorithmen, sondern um die direkte Begegnung mit Technologie. Im Zentrum steht die Frage, wie Mensch und Maschine künftig in der realen Welt interagieren und welche Anwendungen daraus für Unternehmen, Forschung und Gesellschaft entstehen können.
Wenn wir von Physical AI sprechen, was bedeutet dieser Begriff konkret?
Pascal Kaufmann: Physical AI bedeutet für mich Intelligenz im Raum oder verkörperte Intelligenz. Gemeint sind Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, im Kontext entscheiden und physisch handeln können. Es geht also nicht um KI, die Texte generiert oder Chatfenster bespielt, sondern um Maschinen, die mit Menschen interagieren, Aufgaben übernehmen und sich im Alltag bewähren. Der entscheidende Schritt ist, dass Intelligenz aus der Statistik auf dem Bildschirm in Maschinen gelangt, die in der realen Welt wirken.
Roboter begleiten uns als Idee und Technologie schon lange. Was verändert sich, wenn sie mit lernenden Systemen, Sensorik und KI verbunden werden?
Pascal Kaufmann: Klassische Robotik folgt vorprogrammierten Abläufen. Sie ist stark, präzise und im Kern blind. Wenn Maschinen mit lernenden Systemen, Sensorik und KI verbunden werden, entstehen adaptive Roboter. Sie können aus Erfahrung lernen, mit Unsicherheit umgehen und sich an reale Situationen und Menschen anpassen. Ein zentraler Punkt ist die Sensorik. Sie ist heute einer der Hauptgründe, warum es mit Robotern, die sich im Alltag bewegen, noch nicht so richtig vorwärtsgeht.
Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, Physical AI stärker in den Mittelpunkt zu rücken?
Pascal Kaufmann: Wir stehen technologisch an einem Punkt, an dem sich Rechenleistung, Sensorik und KI-Methoden gegenseitig potenzieren. Das ermöglicht den Schritt von reiner Automatisierung zu funktionaler Intelligenz. Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt rasant. Wer heute beginnt, Physical AI oder einfacher gesagt, Roboter praktisch zu testen, wird morgen mitbestimmen, wie diese Systeme unseren Alltag prägen. In der Schweiz verfolgen Institutionen wie Lab42 in Davos, die ZHAW und weitere Akteure dieses Thema bereits seit Jahren.
Welche Idee steht hinter dem Davos Tech Summit?
Rebecca Brauchli: Beim Davos Tech Summit geht es darum, nationale und internationale Akteure in Davos zusammenzubringen, um gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu werfen und diese aktiv mitzugestalten. Wir sind überzeugt, dass das nicht in abstrakten Boardrooms oder rein theoretischen Konferenzformaten gelingt. Um die Zukunft wirklich zu verstehen, braucht es unmittelbares Erleben. Deshalb steht der erste Davos Tech Summit unter dem Motto «Touching Intelligence». Er geht bewusst weg von Bildschirmen, Algorithmen und Rechenzentren hin zur echten Begegnung mit Technologie.
Wichtig ist uns auch der gesellschaftliche Zugang. Mit dem Family Day öffnen wir den Summit bewusst für alle und laden die Menschen ein, dieser neuen Technologie unmittelbar zu begegnen.
Welche Rolle spielt angewandte Forschung dabei, Physical AI aus dem Labor in reale Anwendungen zu bringen?
Rebecca Brauchli: Angewandte Forschung spielt eine zentrale Rolle, weil an der Schnittstelle zwischen Forschung, Hochschule und Industrie entschieden wird, ob technologische Innovation tatsächlich Wirkung entfaltet. Zwischen einem beeindruckenden Prototyp im Labor und einer funktionierenden Lösung im Alltag liegt die eigentliche Herausforderung.
Im Bereich Physical AI geht es konkret darum, was technologisch möglich ist und was unter realen Bedingungen funktioniert. Das gilt für Unternehmen, Schulen, Spitäler, den öffentlichen Raum und überall dort, wo Menschen direkt mit solchen Systemen in Kontakt kommen. Fachhochschulen wie die ZHAW übernehmen dabei eine Brückenfunktion. Sie verbinden technologische Entwicklung mit konkreten Anwendungskontexten, testen Innovationen früh mit Praxispartnern und greifen relevante Fragestellungen aus Wirtschaft und Industrie auf. Innovation entsteht nicht allein aus technologischen Möglichkeiten. Sie entsteht im Zusammenspiel zwischen dem, was technisch machbar ist, und dem, was gesellschaftlich wirklich gebraucht wird.
Warum ist es wichtig, intelligente Robotik erlebbar zu machen?
Rebecca Brauchli: Wir unterschätzen oft, wie stark unser Verständnis von Technologie durch direkte Erfahrung geprägt wird. Solange wir nur abstrakt über KI sprechen, entstehen schnell falsche Erwartungen. Menschen überschätzen Fähigkeiten oder entwickeln teilweise irrationale Ängste. Erst in der direkten Begegnung wird greifbar, was diese Systeme tatsächlich können, wo ihre Grenzen liegen und wie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine künftig aussehen kann. Akzeptanz entsteht nicht in erster Linie durch theoretisches Verständnis. Sie entsteht vor allem dadurch, dass Menschen Vertrauen entwickeln und den konkreten Nutzen einer Technologie selbst erleben.
Warum sollten sich Unternehmen heute mit Robotik beschäftigen?
Pascal Kaufmann: Viele Tätigkeiten bestehen heute aus Routine, Dokumentation und Datenverarbeitung. Genau dort können Maschinen Mitarbeitende entlasten. Besonders relevant ist Robotik überall dort, wo sogenannte «dull, dirty and dangerous» Arbeiten anfallen, also monotone, körperlich belastende, gefährliche oder stark standardisierte Tätigkeiten. Wenn intelligente robotische Systeme solche Aufgaben übernehmen, bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: für Kunden, Patienten, Bürgerinnen und Mitarbeitende. Die wichtigsten Tätigkeiten finden nach wie vor in der realen Welt statt. Genau dort setzt Robotik an.
Wo sehen Sie in den nächsten Jahren realistische Einsatzfelder?
Rebecca Brauchli: Ich glaube, wir werden intelligente Robotik schneller in unserem Alltag sehen, als einige heute annehmen. Weniger kurzfristig sehe ich Anwendungen im sehr privaten Umfeld oder in hochsensiblen Bereichen wie der Pflege, wo Vertrauen und Sicherheit zentral sind. Anders sieht es dort aus, wo Bedarf und Druck besonders hoch sind, etwa weil Fachkräfte fehlen oder Prozesse effizienter werden müssen. Das betrifft schon heute Industrie und Logistik, zunehmend aber auch Servicebereiche, Gesundheitswesen, Bildung und öffentliche Dienstleistungen.
Entscheidend ist nicht nur, was technologisch möglich wird. Entscheidend ist, wie gut es gelingt, diese Systeme sinnvoll in bestehende Arbeits- und Lebenswelten zu integrieren. Das funktioniert nur, wenn Menschen die Roboter annehmen und ihnen vertrauen.
Wie könnten intelligente Roboter Kundenerlebnisse verändern?
Pascal Kaufmann: Intelligente Roboter werden Customer Experience vom Bildschirm in den physischen Raum holen. Sie können zu greifbaren, ansprechbaren Schnittstellen zwischen Mensch und System werden. Wenn ein Roboter versteht, wer vor ihm steht, welche Frage, Emotion oder Situation vorliegt, kann er Services erbringen, die persönlich, effizient und zugleich transparent sind. Genau solche Szenarien wollen wir in Davos erlebbar machen.
Was verändert sich, wenn Menschen nicht mit Software, sondern mit einem intelligenten physischen System interagieren?
Rebecca Brauchli: Dann verändert sich die Beziehung zwischen Mensch und Technologie fundamental. Interaktion wird unmittelbarer und intuitiver, gleichzeitig aber auch komplexer und stärker emotional geprägt. Schon heute zeigt sich das daran, dass viele Menschen eine «Beziehung» zu ihrem Staubsaugerroboter entwickeln, ihm einen Namen geben oder mit ihm sprechen. Wenn wir diese Systeme zusätzlich vermenschlichen, durch kleine Augen oder ein angedeutetes Lächeln, verstärkt sich dieser Effekt. Plötzlich spielen Faktoren eine Rolle, die wir aus zwischenmenschlichen Beziehungen kennen: Bewegung, Stimme, Nähe, nonverbale Signale, Vertrauen und konkrete Erwartungen an Verhalten.
Wir reagieren auf Maschinen nicht mehr nur funktional, sondern zunehmend sozial und emotional. Deshalb geht es bei Physical AI nicht nur um technologische Leistungsfähigkeit. Wir müssen verstehen, wie Menschen mit diesen Systemen interagieren und wie diese Interaktion natürlich, sicher und hilfreich gestaltet werden kann.
Was braucht es, damit Menschen intelligenten Robotern vertrauen?
Pascal Kaufmann: Vertrauen entsteht durch Transparenz, Verlässlichkeit und klare Grenzen. Menschen müssen wissen, was ein System kann, was es nicht darf und wie es entscheidet. Gerade wenn Roboter sichtbar handeln, braucht es klare Verantwortlichkeiten. Man muss sicher sein, dass der Roboter ein Werkzeug bleibt und nicht zum intransparenten Akteur wird. Souveräne KI mit klarer Datenhaltung in der Schweiz ist dafür zentral. Die Schweiz ist im Bereich «Trust Tech» hervorragend aufgestellt. Zuverlässigkeit, Qualität und Unabhängigkeit sind Werte, die in dieser Kombination kaum ein anderer Standort so vereint.
Wo braucht es bei Robotern klare Grenzen und menschliche Eingriffsmöglichkeiten?
Pascal Kaufmann: Überall dort, wo Roboter handeln, braucht es eindeutige Verantwortlichkeiten, Sicherheitsmechanismen und jederzeit menschliche Eingriffsmöglichkeiten. Autonome Systeme dürfen nie ausser Kontrolle geraten oder in Bereiche vordringen, in denen Leben und körperliche Unversehrtheit auf dem Spiel stehen. Hier braucht es rote Linien und klare Regulierung.
Gleichzeitig müssen wir nüchtern bleiben. Ein Backofen oder ein Wecker führt mit einer Zeitfunktion ebenfalls Dinge scheinbar autonom aus. Trotzdem regulieren wir solche Geräte nicht wie hochkomplexe Systeme, weil klar ist, dass sie Programme abarbeiten. Roboter sind heute immer noch beeindruckende und durch Menschen programmierte Werkzeuge, mehr nicht.
Wie lassen sich Sensorik, Umgebungsdaten und Privatsphäre vereinbaren?
Pascal Kaufmann: Roboter, die in der realen Welt interagieren, brauchen Daten über Umgebung und Kontext. Diese Daten sollten souverän, lokal und idealerweise nach Schweizer Datenschutzstandards verarbeitet werden. Wenn Städte, Spitäler oder Unternehmen wissen, wo welche Daten liegen, wer Zugriff hat und wie verschlüsselt wird, lassen sich Sensorik und Privatsphäre miteinander vereinbaren. Darin sehe ich grosse Chancen für den Wirtschaftsstandort Schweiz.
Was bedeutet intelligente Robotik für Mitarbeitende?
Rebecca Brauchli: Robotik entlastet dort, wo Arbeit repetitiv, gefährlich oder hochgradig standardisiert ist. Das ist unbestritten.
Was mich mehr interessiert, ist eine zweite Bewegung: Wir haben Organisationen viele Jahrzehnte lang auf Effizienz getrimmt und dabei vieles, was zutiefst menschlich ist, als Störfaktor behandelt: Emotionen, Widerspruch, das Innehalten/Abwägen vor einer Entscheidung. Das ist langsam, unbequem, das passte nicht ins System.
In Zeiten von KI und Robotik geben wir noch mehr als früher Effizienz an Maschinen ab und sie machen es besser als wir. Schneller, fehlerärmer, skalierbar. Aber was sie eher nicht können: in echten Ausnahmesituationen urteilen, wenn die Datenlage dünn ist. Verantwortung übernehmen, wenn etwas schiefgeht. Einem Menschen in einer Krise begegnen. Oder eine Organisation durch etwas führen, was es so noch nie gab. Das sind kaum Lücken, die sich mit mehr Daten und mehr Rechenleistung schliessen.
Welche Faktoren entscheiden darüber, ob Mitarbeitende Robotik als Unterstützung oder als Bedrohung erleben?
Rebecca Brauchli: Das hängt weniger von der Technologie selbst ab als davon, wie Veränderung in einer Organisation gestaltet wird. Im Kern stellen sich ähnliche Fragen. Verstehen wir, was hier passiert? Hilft uns das wirklich im Alltag? Habe ich weiterhin Kontrolle und kann ich wirksam bleiben?
Entscheidend ist, Mitarbeitende früh einzubeziehen und Veränderung gemeinsam zu gestalten, statt Lösungen einfach von oben einzuführen. Innovation ist zu grossen Teilen auch ein psychologischer Prozess. Akzeptanz entsteht dort, wo Menschen Vertrauen entwickeln, konkreten Nutzen wahrnehmen und sich als aktiver Teil der Veränderung erleben.
Viele Robotikprojekte beeindrucken in Demos, scheitern aber im Alltag. Was braucht es, damit Physical AI echten Nutzen stiftet?
Pascal Kaufmann: Viele Prototypen scheitern, weil sie nicht robust genug sind, nicht integriert oder nicht akzeptiert werden. Häufig können sie ihre Umgebung nur sehr begrenzt wahrnehmen. Dazu kommt die Frage der Compliance. Gemeint sind technische Anpassungsfähigkeit, die Einhaltung rechtlicher und ethischer Vorgaben sowie soziale Akzeptanz durch transparente und diskriminierungsfreie Interaktion.
Eine spektakuläre Demo reicht nicht. Wir brauchen Systeme, die in reale Prozesse eingebettet, mit Menschen getestet und über Jahre weiterentwickelt werden. Genau dafür schafft der Davos Tech Summit einen pragmatischen Experimentierraum.
Welche Chancen hat die Schweiz im internationalen Wettbewerb rund um Physical AI?
Pascal Kaufmann: Die Schweiz hat Weltklasseforschung, einen stabilen Rechtsstaat und eine besondere Kombination aus Robotik, Neurowissenschaften, Ethik und Politik. Das sind ideale Bedingungen. Hinzu kommt die Neutralität. Die Welt braucht einen Ort, der nicht parteilich ist, aber technologisch führend. Hier kann die Schweiz mit Davos als physischem KI-Testlabor eine eigenständige Rolle einnehmen. Wenn KI und Robotik zum Standard werden, wird Vertrauen zu einer sehr wertvollen Ressource. Genau hier kann die Schweiz punkten.
Was braucht es für ein starkes Ökosystem rund um verantwortungsvolle Physical AI?
Pascal Kaufmann: Wir brauchen ein Ökosystem, in dem Hochschulen, Start-ups, etablierte Unternehmen und öffentliche Institutionen gemeinsam experimentieren, scheitern dürfen und langfristig investieren. Lab42, Mindfire, die FH Graubünden, die ZHAW, die ETH, Unternehmen wie Maxon, AlpineAI und viele mehr sowie der Davos Tech Summit sind Bausteine einer solchen Architektur. Entscheidend ist, dass Forschung, Praxispartner und Politik am gleichen Ort zusammenkommen und Physical AI unter realen Bedingungen testen.
Welche gesellschaftlichen Fragen sollten wir heute stellen, bevor intelligente Roboter selbstverständlich werden?
Rebecca Brauchli: Wir sollten uns nicht nur fragen, was technologisch möglich ist, sondern vor allem, was für uns als Menschen und als Gesellschaft sinnvoll ist. Vieles bleibt heute noch hypothetisch, weil es schwierig ist, in theoretischen Diskussionen wirklich zu erfassen, was passiert, wenn physische KI-Systeme plötzlich in unserem Alltag auftauchen. Zum Beispiel, wenn Roboter im Schulzimmer Lehrpersonen unterstützen oder im Restaurant servieren. Entlastet uns das tatsächlich? Ist es sinnvoll? Oder bleibt es am Ende eine technische Spielerei mit unerwarteten negativen Effekten?
Deshalb brauchen wir niederschwellige Explorations- und Innovationsräume, in denen neue Technologien schnell und pragmatisch unter realen Bedingungen ausprobiert werden können. Wir müssen früher aus dem Labor in die echte Welt, im kleinen Rahmen testen, beobachten und kritisch hinterfragen, was tatsächlich funktioniert. So lassen sich die relevanten gesellschaftlichen Fragen besser beantworten. Welche Aufgaben wollen wir an Maschinen delegieren und welche bewusst nicht? Wie verändern sich Arbeit, zwischenmenschliche Beziehungen und unser Verständnis von Verantwortung? Und wo ziehen wir Grenzen?
Wo müssen wir bei Physical AI besonders nüchtern bleiben?
Pascal Kaufmann: Wir müssen zwischen ausgefeilter Automatisierung und echter menschenartiger Intelligenz unterscheiden. Realistisch ist, dass Physical AI viele Berufe transformiert und gewisse Alltagstätigkeiten übernimmt. Überschätzt sind hingegen Versprechen von vollautonomen, allmächtigen Robotern in naher Zukunft. Ich gehe davon aus, dass auch in zwanzig Jahren kein humanoider Roboter in Davos die gesamte Küchenarbeit verrichtet oder zuverlässig Gartenarbeiten übernimmt. Spezialisierte Rasenmäher oder Küchengeräte können solche Aufgaben zuverlässiger und kostengünstiger erledigen. Die physische Welt ist wesentlich komplexer als die Pixelwelt eines Computerbildschirms.
Was sollten Unternehmen heute über Physical AI verstehen, um intelligente Robotik sinnvoll, verantwortungsvoll und kundenorientiert einzusetzen?
Pascal Kaufmann: Physical AI wird kommen und unsere Welt prägen. Für Unternehmen wird entscheidend sein, beim konkreten Nutzen anzusetzen. Erfolgreich werden jene sein, die technologische Möglichkeiten früh verstehen, den Mut haben, Dinge auszuprobieren und Roboter dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert für Kunden, Mitarbeitende und das Geschäftsmodell schaffen. Gleichzeitig müssen Unternehmen den Hype von realen Einsatzgebieten unterscheiden können. Auch dazu lädt der Davos Tech Summit vom 1. bis 4. Juli 2026 in Davos ein.
Meike Tarabori
Im Januar 2019 übernahm Meike Tarabori die Position als Chefredakteurin des cmm360, das renommierte Schweizer Magazin für Customer Relations Stars und Service Champions. Als erfahrene Expertin für Marketing und Kommunikation mit Abschlüssen in Business, Marketing und deutscher Literatur hat sie wertvolle Erfahrungen unter anderem bei Unternehmen wie KUKA Robotics und zuletzt beim Cybathlon ETH Zürich gesammelt. Im Rahmen eines umfangreichen Rebranding-Projekts verlieh sie dem cmm360 seine aktuelle, moderne Ausrichtung. Seitdem hat sie nicht nur die Onlinepräsenz des Magazins erfolgreich etabliert, sondern kontinuierlich neue Formate wie die Podcasts «Nice To Meet You», «Meike's Raumzeit» und «ICT Talk» entwickelt. Darüber hinaus fungiert sie als Organisatorin des Schweizer Customer Relations Awards, eine Plattform, die innovative Projekte zur Gestaltung nachhaltiger Kundenbeziehungen und einzigartiger Kundeninteraktionen würdigt und auszeichnet.
