Die EU hat eine politische Einigung über die Änderungen am EU-KI-Gesetz bekannt gegeben. Zwar müssen noch formelle Änderungen vorgenommen werden, doch ist es sehr wahrscheinlich, dass dies rechtzeitig bis zum Stichtag am 2. August 2026 geschehen wird.
Peter van der Putten, Direktor des AI Lab bei Pegasystems und Assistenzprofessor für KI an der Universität Leiden, kommentierte dies wie folgt:
«Die Europäische Union hat eine Verzögerung einiger spezifischer Termine für die Implementierung des EU-KI-Gesetzes angekündigt. Aber Unternehmen, die glauben, sie würden eine Atempause bei den Anwendungsbereichen oder Umsetzungsfristen erhalten, machen sich etwas vor. Denn die Verzögerungen sind minimal. Noch wichtiger ist jedoch, dass die neuen Termine – im Gegensatz zu früheren Überlegungen – bedingungslos sein werden und nicht von der Verfügbarkeit von Standards, Rahmenwerken oder Tools abhängen.
Dies ist wichtig, um eine Henne-Ei-Situation zu vermeiden, in der die Durchsetzung auf Standards wartet und umgekehrt. Auch die Regeln dafür, was eine risikoreiche Implementierung ausmacht, bleiben unverändert und eng definiert. Zudem wurde der Durchsetzungstermin für KI-Systeme mit hohem Risiko von August 2026 auf Dezember 2027 oder August 2028 verlängert, je nach Art des Systems. Wenn überhaupt, müssen Unternehmen also ihre Anstrengungen bei der Umsetzung verdoppeln, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.»
Pegasystems
Pegasystems ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Software für Customer Engagement und digitale Prozessautomatisierung. Mit seiner Plattform unterstützt Pega Unternehmen dabei, komplexe Geschäftsprozesse zu automatisieren, Kundeninteraktionen zu verbessern und operative Effizienz zu steigern. Die Software von Pega, die auf Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Machine Learning basiert, wird in verschiedenen Branchen eingesetzt, darunter Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Telekommunikation.