Omnichannel Intelligence: Kundeninteraktionen nutzen

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Omnichannel Intelligence: Kundeninteraktionen nutzen

Täglich entstehen zahlreiche Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden über unterschiedliche Kommunikationskanäle. Häufig werden diese unstrukturierten Daten jedoch nur fragmentiert analysiert, etwa kanal- oder touchpointbezogen. Dadurch fehlt eine valide Gesamtsicht auf Bedürfnisse, Erwartungen oder Wechselmotive. Ganzheitliche Conversational Analytics setzen genau hier an und werten sämtliche Interaktionen im Kontext aus. Sie liefern belastbare Einblicke in Zielgruppen, Entscheidungsprozesse und Abwanderungsursachen. Gerade bei steigenden Investitionen in KI-Technologien zeigt sich, dass deren Nutzen unmittelbar von der Qualität und Vollständigkeit der zugrunde liegenden Kommunikationsdaten abhängt.

Täglich entstehen unzählige Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden – über Chat, Telefon, E-Mail oder soziale Medien. Diese Kommunikation enthält ein enormes Potenzial, das im Wettbewerb zunehmend entscheidend wird: Erkenntnisse über Bedürfnisse, Erwartungen, Kaufinteressen oder Wechselmotive. Doch vielerorts werden diese unstrukturierten Daten nur bruchstückhaft genutzt. Der Grund: Die Analyse konzentriert sich oft auf einzelne Kanäle oder ausgewählte Touchpoints – eine valide, ganzheitliche Sicht bleibt aus.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Investitionen in KI-Technologien zeigt sich: Der Wert solcher Technologien hängt maßgeblich von der Qualität und Vollständigkeit der zugrunde liegenden Daten ab. Ohne integrierte Sicht auf die gesamte Kommunikation entstehen blinde Flecken – etwa bei der Frage, warum Kunden abspringen, welche Zielgruppen wirklich relevant sind oder wie Kaufentscheidungen beeinflusst werden können.

Moderne Conversational-Analytics-Plattformen – wie etwa die modulare GenAI-Konversationssuite Intelligoo von Assist Digital – verfolgen deshalb einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, sämtliche Interaktionen aus verschiedenen Kanälen inhaltlich auszuwerten und strukturiert aufzubereiten. Dabei geht es nicht nur um Schlagworte oder Stimmungsanalysen, sondern um Kontext: Welche Motive äußern Kunden? Wo entstehen Hürden? Wie unterscheiden sich Bestandskunden von Interessenten? Und wie beeinflussen Zeitpunkt und Tonalität die Wirksamkeit der Kommunikation?

Markteinblicke: Von Annahmen zu belastbaren Entscheidungen

Ein Unternehmen mit hohem Anfragevolumen vermutete eine ineffiziente Conversion im Erstkontakt – insbesondere fehlende Verkaufsimpulse. Die Analyse zeigte jedoch ein anderes Bild: Ein erheblicher Teil der Interaktionen stammte nicht aus der eigentlichen Zielgruppe des Unternehmens, etwa von direkten Informationssuchenden. Diese Interaktionen wurden bislang fälschlicherweise als potenzielle Verkaufschancen eingestuft. Durch die neu gewonnenen Erkenntnisse konnte das Unternehmen seine Marketing- und Zielgruppenstrategie präzise nachjustieren und Ressourcen gezielt auf relevante Kontakte fokussieren.

Ein weiteres Beispiel: Ein Dienstleistungsunternehmen wollte verstehen, wie effektiv zwei verschiedene Maßnahmen zur Kundenbindung waren: eine reaktive Kampagne, die auf Signale aus laufenden Kundenkontakten setzte, und eine proaktive Ansprache, basierend auf Verhaltens- und Zufriedenheitsdaten. Die Auswertung zeigte: Beide Ansätze erreichten zwar grundsätzlich passende Zielgruppen, aber nicht zum richtigen Zeitpunkt. Zudem ließ sich erstmals systematisch nachvollziehen, warum Kunden Angebote ablehnten und welche Kontaktanlässe tatsächlich relevanzstiftend waren. Die daraus gewonnenen Insights führten zu einer grundlegenden Überarbeitung der Targeting-Logiken sowie der Angebotsgestaltung.

Strategischer Mehrwert: Von Kommunikation zu Erkenntnis

Die Auswertung von Kundeninteraktionen entwickelt sich damit zunehmend von einer operativen Disziplin zu einem strategischen Instrument. Unternehmen, die kanalübergreifend Muster und Stimmungen erkennen, können schneller auf Marktbewegungen reagieren, Geschäftsmodelle weiterentwickeln und Kundenbeziehungen gezielt stärken. Gerade in dynamischen Märkten wird aus Kommunikation so ein Indikator für Veränderungsbereitschaft, Innovationspotenziale und Risiken.

Die Perspektive verschiebt sich: Weg von reinen Kontaktvolumina, hin zu Erkenntnissen, die Relevanz, Timing und Wirkung von Maßnahmen messbar machen – und so zur Grundlage fundierter Entscheidungen werden.

Autor: Marcus Golonka, Sales & Ops Integration Manager Germany bei Assist Digital.

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