Generative KI verändert Kommunikationsabteilungen

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Das Forschungsteam der ZHAW: Katharina Krämer, Nicole Rosenberger, Markus Niederhäuser (v.l.n.r.)Das Forschungsteam der ZHAW: Katharina Krämer, Nicole Rosenberger, Markus Niederhäuser (v.l.n.r.)
Das Forschungsteam der ZHAW: Katharina Krämer, Nicole Rosenberger, Markus Niederhäuser (v.l.n.r.)

Generative KI ist in Schweizer Kommunikationsabteilungen praktisch vollständig angekommen. Die ZHAW-Trendstudie 2026 zeigt, dass die Technologie längst nicht mehr nur einzelne Aufgaben verändert, sondern zunehmend Strukturen, Rollen und Budgets der gesamten Kommunikationsabteilung.

Die Studie wurde von einem Forschungsteam des Departements Angewandte Linguistik der ZHAW unter der Leitung von Nicole Rosenberger, Professorin für Organisationskommunikation und Management, im ersten Halbjahr 2026 durchgeführt. Die Datenbasis besteht aus einer Online-Befragung von 115 Kommunikationsleitenden (Chief Communications Officers, CCOs) in der Deutschschweiz sowie zehn vertiefenden Interviews mit CCOs und Kommunikationsberatenden.

Generative KI durchdringt die gesamte Wertschöpfungskette

99 Prozent der befragten Kommunikationsabteilungen nutzen Generative KI mittlerweile in irgendeiner Form, die Mehrheit davon bereits systematisch statt nur experimentell. Eingesetzt wird die Technologie längst nicht mehr nur für die Generierung von Texten und Bildern, sondern auch für Recherche, Konzeption, Datenanalyse sowie Video- und Tonproduktion. Entsprechend erreicht der selbst eingeschätzte digitale Reifegrad der Kommunikationsabteilungen einen neuen Höchststand.

Strategie- und Beratungskompetenz wird wichtiger

Gleichzeitig stehen viele Abteilungen unter Spardruck: Bei rund 40 Prozent der befragten Unternehmen und Verwaltungen ist das Budget in den letzten Jahren gesunken, bei Wirtschaftsunternehmen sogar bei über der Hälfte. Auch die Kompetenzanforderungen verschieben sich: Handwerkliche Fähigkeiten wie Texten oder Übersetzen verlieren an Bedeutung, Strategie- und Beratungskompetenz gewinnen deutlich. «Die grösste Herausforderung für Kommunikationsabteilungen ist nicht mehr die Technologie, sondern deren Neupositionierung innerhalb der Organisation», so das Forschungsteam.

ZHAW

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