Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant weiter – und laut Gartner zeichnen sich fünf Schlüsseltrends für 2025 ab. Im Fokus stehen KI-Agenten, die eigenständig Entscheidungen treffen, sowie aufbereitete Daten, die den Einsatz von KI optimieren. Ergänzt werden diese durch multimodale KI, die verschiedene Datentypen integriert, durch KI-Trust, Risk and Security Management (TRiSM) zur Sicherung von Transparenz und Fairness sowie durch Strategien zur operativen Skalierung. Diese Entwicklungen zeigen, wie Unternehmen künftig KI nicht nur nutzen, sondern nachhaltig in ihre Prozesse integrieren können.
Gartner hat die fünf wichtigsten KI-Trends für dieses Jahr benannt. Ganz vorne stehen dabei KI-Agenten und Daten, die für KI-Anwendungen aufbereitet sind. Diese beiden Bereiche sind laut Gartner die am schnellsten voranschreitenden Technologien.
Haritha Khandabattu, Senior Director Analyst bei Gartner, erklärte: «Mit den anhaltend starken KI-Investitionen liegt der Fokus verstärkt auf der Nutzung von KI für operative Skalierbarkeit und Echtzeit-Intelligence. Dies führt zu einer graduellen Verschiebung weg von generativer KI hin zu nachhaltiger KI-Bereitstellung.»
Gartner erwartet, dass mehrere KI-Innovationen innerhalb der nächsten fünf Jahre die meisten Unternehmen erreichen werden. Multimodale KI sowie KI-Trust, Risk and Security Management (TRiSM) werden ebenfalls als wichtige Trends identifiziert.
Die fünf wichtigsten KI-Trends 2025
- KI-Agenten: Autonome oder semi-autonome Agenten, die KI-Techniken nutzen, um ihre Umgebung zu analysieren und selbstständig Entscheidungen zu treffen. Unternehmen werden schon bald eigene Agenten entwickeln. Der Erfolg wird jedoch davon abhängen, ob sie dafür auch die relevanten Geschäftsprozesse und Anwendungsfälle identifiziert haben.
- KI-Ready Data: Datensätze, die für KI-Anwendungen optimiert sind und Genauigkeit sowie Effizienz verbessern. Je besser Daten aufbereitet sind, desto genauer können KI-Modelle arbeiten. Für Unternehmen bedeutet dies neue Ansätze im Datenmanagement und eine kontextuelle Bewertung.
- Multimodale KI: Multimodale KI besteht aus KI-Modellen, die mit mehreren Datentypen gleichzeitig trainiert werden – Bilder, Video, Audio und Text. Durch die Integration und Analyse verschiedener Datenquellen verstehen sie komplexe Situationen besser als Modelle mit nur einem Datentyp. Gartner prognostiziert, dass multimodale KI in den nächsten fünf Jahren ein integraler Bestandteil von Fähigkeitserweiterungen in allen Anwendungen und Softwareprodukten wird.
- KI Trust, Risk and Security Management (TRiSM): TRiSM ist ein vierschichtiges System, das die Einhaltung von Unternehmensrichtlinien überwachen soll. Es soll KI-Governance, Vertrauenswürdigkeit, Fairness, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Datenschutz gewährleisten. Damit sind nicht nur bestehende Prozesse gemeint, sondern auch eine kritische Selbstüberwachung der KI. Gerade im Umgang mit Kundendaten und den europäischen Datenschutzrichtlinien wird dies immer wichtiger.
- Operative KI-Skalierung: Viele Unternehmen wollen KI einsetzen, wissen aber nicht genau, wie und wo. Eine Strategie, die auf der Identifizierung geeigneter Bereiche basiert, ist ebenso wichtig wie die Planung einer Skalierung von KI-Anwendungen – vom Pilotprojekt hin zu einer unternehmensweiten Anwendung.
Thomas Wanhoff
Thomas Wanhoff, Jahrgang 1966, ist ein deutscher Journalist und Autor. Er arbeitete bei Zeitungen wie der “Frankfurter Neuen Presse”, war Produktentwickler bei der “Welt” und schreibt für die Nachrichtenplattform t-online. Außerdem betätigt er sich als freier Autor, mit Schwerpunkten auf CRM und Personalentwicklung. Wanhoff lebt seit 2007 in Südostasien.
