Vodafone hat zusammen mit Nokia und Amazon Web Services einen erfolgreichen Test zur Verlagerung zentraler IoT-Netzwerkfunktionen in die Cloud abgeschlossen. Im Fokus stand ein Proof of Concept für Sprach- und Datendienste auf AWS-Infrastruktur in Frankfurt, verbunden mit Vodafone-Rechenzentren in mehreren europäischen Ländern. Getestet wurden unter anderem Notrufdienste in Fahrzeugen und Aufzügen über Nokias IMS-Plattform sowie Smart-Metering-Anwendungen auf Basis des Packet Core. Vodafone verfolgt damit das Ziel, Netzkapazitäten schneller bereitzustellen, neue Dienste flexibler einzuführen und die globale IoT-Konnektivitätsplattform mit derzeit mehr als 240 Millionen Verbindungen weiter auszubauen und zu skalieren.
Vodafone kündigte den erfolgreichen Abschluss eines Versuchs an, bei dem Amazon Web Services (AWS) Cloud-Infrastruktur wichtige Internet-of-Things-(IoT)-Sprach- und Datennetzwerkanwendungen auf Nokia-Kernsystemen betrieben werden.
Cloud-Technologie hilft Vodafone, den Netzausbau zu automatisieren und die Kapazität dort zu skalieren, wo Kunden sie am dringendsten benötigen. Vodafone möchte innerhalb von Tagen zusätzliche Kapazitäten mit einer cloudbasierten Architektur hinzufügen, die mit der Nachfrage skaliert und so die globale Reichweite des Unternehmens mit zusätzlichen Präsenzpunkten erweitern, um Dienstleistungen an mehr Kunden weltweit zu liefern.
Die erste Phase des Cloud-Tests für IoT-Netzwerke
In der ersten Phase setzten Vodafone, Nokia und AWS einen Proof of Concept von Nokias mobilem Datenkern und Sprachkern auf der AWS-Cloud-Infrastruktur in Frankfurt, Deutschland und integrierten sich mit Netzwerkkomponenten in Vodafone-Rechenzentren in mehreren europäischen Ländern.
Die umfangreiche Testphase unterstützte IoT-Dienste auf Nokias IP Multimedia Subsystem (IMS) für Sprachanwendungen wie Notrufe in Fahrzeugen und Aufzügen sowie auf Nokias Packet Core für Datendienste wie Smart Metering für Versorgungsunternehmen. Sowohl Sprach- als auch Paketkern-Netzwerkfunktionen wurden auf der AWS-Cloud-Infrastruktur gehostet. Die nächste Phase behandelt Sicherheit und Souveränität im Vorfeld der kommerziellen Tests später in diesem Jahr.
Die Option, große Cloud-Provider-Infrastruktur in seine zukünftige Architektur zu integrieren, wird es Vodafone ermöglichen, seine globale verwaltete IoT-Konnektivitätsplattform weiter zu stärken, die derzeit weltweit über 240 Millionen Verbindungen hat.
Marco Zangani, Direktor für Netzwerkstrategie und -architektur bei Vodafone, sagte: «Unsere Multi-Cloud-Strategie verleiht Vodafone größere Agilität, um technologische Fortschritte wie den Aufstieg von Agentic AI zu nutzen und das Kundenerlebnis zu verbessern. Indem wir AWS als effektive Infrastrukturoption für Netzwerkfunktionen validieren, können wir Dienste schneller einführen und mehr Zeit für Experimente und Innovation lassen.»
Vodafone, Nokia und AWS bewerteten das Lebenszyklusmanagement, die Integration mit den bestehenden Vodafone-Systemen und die Betriebsleistung. Sie bewerteten außerdem Kosten und potenzielle neue Geschäftsmöglichkeiten, die durch die Nutzung der AWS Public Cloud für Vodafones globale verwaltete IoT-Konnektivitätsplattform ermöglicht wurden.
Die Zusammenarbeit unterstützt Vodafones Multi-Cloud-Strategie, indem sie Nokias cloud-native Netzwerkfunktionen nutzt, die auf der AWS-Infrastruktur arbeiten. Dazu gehören Amazons Cloud-Plattform Elastic Kubernetes Service (EKS) zur Verwaltung von Containern, die Anwendungen bündeln und ausführen, sowie Elastic Compute Cloud (EC2) für Compute-Workloads. Die Architektur wurde entwickelt, um die Elastizität, Skalierbarkeit und operative Agilität zu bieten, die moderne Telekommunikationsnetze erfordern.
«Nokia setzt sich dafür ein, die Konnektivität voranzutreiben, indem es Telekommunikationsanbietern hilft, ihre Netzwerke durch cloud-native Lösungen zu transformieren»
sagte Kal De, SVP Core Networks bei Nokia. «Dieser erfolgreiche Test mit Vodafone und AWS zeigt, wie unsere Sprach- (IMS-) und Datenlösungen (Mobile Core) die öffentliche Cloud-Infrastruktur nutzen können, um carrier-Grade-Performance zu liefern und gleichzeitig größere operative Flexibilität zu ermöglichen. Das Ergebnis ist ein skalierbarerer Service für mehr Kunden, genau in den Zeiten, in denen er am dringendsten benötigt wird.»
«Die Zusammenarbeit mit Vodafone und Nokia an diesem Test zeigt das Engagement von AWS, die sichere, skalierbare und leistungsstarke Infrastruktur bereitzustellen, die Telekommunikationsunternehmen benötigen, um ihre kritischsten Netzwerk-Workloads in der Cloud zu betreiben», sagte Fabio Cerone, Geschäftsführer der EMEA Telco Business Unit, AWS. «Diese Lösung zeigt, wie Telekommunikationsunternehmen ihre Betriebsmodelle durch vollständige Automatisierung und Elastizität im großen Maßstab neu definieren können.»
AWS
Seit 2006 ist Amazon Web Services, Inc. (AWS), ein Unternehmen von Amazon.com, Inc. (NASDAQ: AMZN), die umfassendste und am weitesten verbreitete Cloud der Welt. AWS hat seine Services kontinuierlich erweitert, um praktisch jede Arbeitslast zu unterstützen, und verfügt nun über mehr als 240 voll ausgestattete Services für Rechenleistung, Speicher, Datenbanken, Netzwerke, Analytik, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz (KI), Internet der Dinge (IoT), Mobilgeräte, Sicherheit, Hybrid, Medien sowie Anwendungsentwicklung, -bereitstellung und -verwaltung in 105 Availability Zones in 33 geografischen Regionen, mit angekündigten Plänen für 18 weitere Availability Zones und sechs weitere AWS-Regionen in Malaysia, Mexiko, Neuseeland, dem Königreich Saudi-Arabien, Thailand und die AWS European Sovereign Cloud. Millionen von Kunden - darunter die am schnellsten wachsenden Startups, die größten Unternehmen und führende Regierungsbehörden - vertrauen auf AWS, um ihre Infrastruktur zu betreiben, agiler zu werden und Kosten zu senken.