Auf fast einem Drittel der Geräte im Einzelhandel laufen Betriebssysteme, die vier oder fünf Generationen veraltet sind. Das zeigt der State of Digital Workspace 2026 von Omnissa auf Basis von Millionen Unternehmensgeräten. Gleichzeitig steigt die Nutzung von KI-Assistenten auf Arbeitsgeräten rasant an. Veraltete Systeme erhöhen laut Bericht das Risiko für Cyberangriffe, beeinträchtigen Abläufe in Filialen und erschweren den Arbeitsalltag. Echtzeittransparenz soll Updates gezielter steuern.
Auf fast einem Drittel der Geräte im Einzelhandel laufen Betriebssysteme, die vier oder fünf Generationen zurückliegen. Dieses Ergebnis stammt aus dem Bericht State of Digital Workspace 2026 von Omnissa, der auf Daten von Millionen Unternehmensgeräten basiert.
Zentrale Ergebnisse des Berichts:
- Der Einzelhandel gehört zu den schwächsten Branchen bei System-Updates. Viele Geräte sind an ältere Bestands- und Filialverwaltungssoftware gebunden, die sich nicht ohne Weiteres aktualisieren lässt.
- Die Nutzung von KI-Assistenten ist im Jahresvergleich um nahezu 1.000 Prozent gestiegen. Mitarbeiter verwenden auf Arbeitsgeräten zunehmend Verbraucher-Tools wie ChatGPT und Gemini außerhalb der IT-Kontrolle.
In den vergangenen Jahren sorgten mehrere Angriffe auf Einzelhandelsunternehmen für Schlagzeilen, darunter die Attacken auf den Lebensmittelhändler Tegut, die Elektronikkette Media Markt und das Berliner KaDeWe. So wurden beim KaDeWe rund 4.300 Kundendatensätze erbeutet und beim Handelsunternehmen Ceconomy 3.000 Server verschlüsselt. «Cyberangriffe gehören längst zu den größten Risiken für den Einzelhandel», sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates unlängst in einem Pressegespräch. Händler mit vielen Filialen, vernetzten Kassensystemen, Logistik und sensiblen Zahlungsdaten seien besonders verwundbar.
«Einzelhändler sind auf ihre Geräteflotte angewiesen, damit der Betrieb in den Filialen weiterläuft. Deshalb können sie sich keine Transparenzlücken leisten»
sagte Ralf Gegg, Vice President Sales EMEA bei Omnissa. «Wenn Systeme mehrere Versionen zurückliegen, entstehen Schwachstellen in Zahlungsprozessen, im Bestandsmanagement und in operativen Abläufen im Filialbetrieb. Außerdem erschwert dies die Arbeit der Filialmitarbeiter und macht einfache Aufgaben langsamer und frustrierender.»
Der Bericht nennt Echtzeittransparenz als möglichen Lösungsweg. Diese ermöglicht Teams, den jeweiligen Gerätezustand zu kennen und zu verstehen – und Updates entsprechend zu priorisieren. Außerdem hilft sie, Betriebsunterbrechungen zu reduzieren, statt sich auf statische Berichte oder bloße Annahmen zu verlassen.