Die Roboter kommen

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Ein vierbeiniger Roboter prüft bereits autonom Maschinen in Fertigungshallen, erkennt Defekte wie überhitzte Motoren und löst über KI-Agenten automatisch Wartung und Ersatzteilbeschaffung aus. Das Beispiel zeigt, wie KI und Robotik operative Aufgaben vor Ort übernehmen und Prozesse effizienter machen. Unternehmen sparen Zeit und verhindern Schäden frühzeitig. Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt, weil Menschen sich stärker auf komplexe und kreative Tätigkeiten konzentrieren.

Ein vierbeiniger Roboter bewegt sich durch eine Fertigungshalle. Er bewältigt Stufen, umgeht Hindernisse und bleibt auch in unübersichtlichen Umgebungen stabil. Sein Job: Nach einer Fehlermeldung mit seinen Kameras und Sensoren den Zustand der Maschinen zu prüfen. Stellt er an einer Maschine einen überhitzten Motor fest, benachrichtigt er einen KI-Agenten, der wiederum erforderliche Ersatzteile beschafft, sofort einen Wartungseinsatz plant und einen menschlichen Servicetechniker mit den passenden Ersatzteilen losschickt.

Dieses Szenario ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits Realität – und steht exemplarisch für eine allgemeine Entwicklung.

Durch die Fortschritte der Künstlichen Intelligenz werden auch robotische Systeme immer autonomer und anpassungsfähiger und lassen sich in immer komplexeren Umgebungen einsetzen.

Die hybride Belegschaft von Unternehmen, die bislang aus menschlichen und digitalen Mitarbeitern bestand, wird zunehmend um einen dritten Player erweitert: Roboter. Das geschieht in immer mehr Bereichen, von Produktionslinien über Logistik bis hin zu sensiblen Bereichen wie Clean Rooms oder kritischen Infrastrukturen.

Zusätzlich zu den bereits durch KI-Agenten automatisierten Aufgaben können nun auch viele operative Vor-Ort-Tätigkeiten mit KI automatisiert werden. Das ermöglicht Unternehmen erhebliche weitere Effizienzgewinne. Um beim Eingangsbeispiel zu bleiben: Ohne Roboter würde ein Techniker vermutlich die Anlage erst vor Ort prüfen, das Problem manuell erfassen, zurückfahren, Ersatzteile organisieren und erneut zur Maschine fahren. Durch die Robotik wird der gesamte Prozess deutlich effizienter und das Problem wird erkannt, bevor es sich zu einem echten Schaden ausweitet.

Die Vorteile der intelligenten Robotik für Unternehmen sind beträchtlich

Deshalb wird sie sich sehr wahrscheinlich mit hoher Geschwindigkeit weiterverbreiten. Aber was bedeutet das für die menschlichen Mitarbeiter? Sind Arbeitsplätze bedroht? Die übliche Annahme ist ja, dass es weniger Menschen braucht, wenn Maschinen Aufgaben autonom übernehmen. Es lohnt sich aber, genauer hinzuschauen, welche Tätigkeiten von Maschinen ausgeführt werden.

Genau wie KI-Agenten übernehmen auch intelligente Roboter vor allem repetitive Routineaufgaben. Hochwertigere und komplexere Tätigkeiten verbleiben bei Menschen. Natürlich könnte man jetzt folgende Überlegung anstellen: Durch den Wegfall der Routineaufgaben werden unter dem Strich weniger menschliche Mitarbeiter benötigt und die verbleibenden üben dann eben den ganzen Tag anspruchsvolle Tätigkeiten aus. Doch diese Rechnung ist etwas zu einfach und wird nicht aufgehen. Niemand kann acht Stunden am Tag ausschließlich solche Tätigkeiten ausüben.

Wir kennen das von uns selbst: Wirklich hoch konzentrierte, kreative und anspruchsvolle Arbeit leisten wir nur für eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Arbeitstag. Der Rest besteht aus Abstimmung, Routine und administrativen Aufgaben. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, ob weniger Menschen arbeiten werden – sondern wie Arbeit in Zukunft zeitlich organisiert wird.

Autor: Sören Michl, Vice President AI Adoption bei IFS.

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