B2B begeistert: Daten, KI und Experience im Wandel

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B2B begeistert: Daten, KI und Experience im Wandel

Eine Diskussionsrunde führender Marketingverantwortlicher beleuchtet, wie sich B2B-Marketing durch Daten, Künstliche Intelligenz und kreative Kundenerlebnisse grundlegend verändert. Unternehmen setzen verstärkt auf datenbasierte Analysen, um Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und Marketingprozesse vom reaktiven zum antizipierenden Ansatz weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird die Verzahnung von Marketing und Vertrieb intensiviert, etwa durch neue Rollen und datengetriebene Lead-Qualifizierung. Neben Technologie gewinnt auch die emotionale Dimension an Bedeutung: Erlebbare Formate und dialogorientierte Kommunikation stärken Vertrauen und Kundenbindung. Besonders im komplexen Industrieumfeld entstehen so neue Wettbewerbsvorteile.

Daten, Technologie und kreative Kundenerlebnisse verändern das Marketing grundlegend. Wie Industrieunternehmen diese Entwicklung nutzen, um relevante Zielgruppen schneller und präziser zu erreichen und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, sprachen führende Marketingverantwortliche beim Panel «B2Besser: Daten, Technologie und Kreativität – B2B-Marken als Hidden Champion im KI-Zeitalter». Die Diskussionsrunde fand im Rahmen des W&V Summit 2026 in der Motorworld München statt und wurde vom Bundesverband Industrie Kommunikation e. V. (bvik) gemeinsam mit der Branchenplattform W&V organisiert. Sie hat das Publikum gleichermaßen begeistert und inspiriert.

Auf der Bühne teilten die Marketing-Expert*innen Leonhard Kemnitzer (Baumüller), Petra Dietrich (TRUMPF), Dominik Heigemeir (Festo) und Marc Hibschenberger (SAP) Einblicke in die Zukunft datengetriebener B2B-Kommunikation.

Vom reaktiven zum antizipierenden Marketing

Ein zentrales Thema der Diskussion war der tiefgreifende Wandel im Marketing durch Datenanalyse und Künstliche Intelligenz. Unternehmen verfügen heute über umfangreiche Verhaltens-, Interaktions- und Transaktionsdaten, die es ermöglichen, Kundenbedürfnisse deutlich früher zu erkennen. Gerade im komplexen Industrieumfeld mit großen Entscheider-Gruppen und Investitionsvolumina ist dies von zentraler Bedeutung. «Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel im B2B-Marketing», erklärte Dominik Heigemeir. «Früher haben wir gewartet, bis der Kunde reagiert – heute können wir antizipieren.» Durch datenbasierte Musteranalysen entstehen sogenannte Data-Powered Leads, die Vertriebsgespräche gezielter vorbereiten und Marketing messbar zum Unternehmenserfolg beitragen lassen.

Marketing und Vertrieb enger verzahnen

Wie diese datengetriebene Logik in der Praxis umgesetzt wird, erläuterte Leonhard Kemnitzer. Entscheidend sei, dass Marketing nicht nur Leads generiere, sondern auch deren Qualität sicherstelle. «Wir haben zu diesem Zweck an der Schnittstelle zwischen Marketing und Vertrieb eine neue Rolle eingeführt – den Lead Manager», sagte Kemnitzer. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung direkter Kundeninteraktion: «Teilweise wird viel zu selten einfach mit Kunden gesprochen.»

Datengetriebene Experience – aber mit menschlichem Fokus

Auch für Marc Hibschenberger spielt Datenintelligenz eine zentrale Rolle in modernen B2B-Customer-Journeys. Gleichzeitig müsse Technologie immer auf den tatsächlichen Mehrwert für Menschen ausgerichtet sein. «Für mich gibt es erstmal kein Limit, wie datengetrieben eine Experience sein darf», so Hibschenberger. «Wenn Daten dazu dienen, Kontext, Relevanz und Timing in echte, personalisierte Kundenerlebnisse zu überführen, entsteht genau das, worüber wir heute sprechen: B2H – Business to Human.» Gleichzeitig betonte er die Bedeutung erlebbarer Formate für komplexe Technologien: «Wir müssen Software anfassbar machen.»

Begeisterung entsteht durch echte Erlebnisse

Neben Daten und Technologie spielte auch die emotionale Dimension des B2B-Marketings eine wichtige Rolle in der Diskussion. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten entstehen Vertrauen und Begeisterung häufig durch reale Erfahrungen. «Wenn die Augen anfangen zu leuchten, dann weiß ich, dass es funktioniert», sagte Petra Dietrich. Technologie werde vor allem dann verständlich, wenn Menschen sie erleben und ausprobieren können. Auch Social Media sieht Dietrich als wichtigen Bestandteil moderner B2B-Kommunikation: «Social Media ist für mich nicht One-Way-Kommunikation.»

B2B-Marketing rückt stärker ins Rampenlicht

Für den bvik zeigt die Diskussion deutlich, dass B2B-Marketing im Zeitalter von Daten und KI zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt. «Die Diskussion hat eindrucksvoll gezeigt, dass B2B-Marketing heute weit mehr ist als reine Produktkommunikation», erklärt Ramona Kaden vom bvik. «Datenintelligenz, Technologiekompetenz und kreative Kundenerlebnisse lassen Industrieunternehmen aus dem Schatten großer Konsummarken treten. Dank ihres Erfindergeists, gepaart mit modernster Datentechnologie, werden sie zu echten sichtbaren Champions moderner Marketingstrategien.» Gerade in komplexen Märkten mit langen Entscheidungszyklen, großen Buying Centern und erklärungsbedürftigen Lösungen entstehe Wettbewerbsvorteil dort, wo Unternehmen datenbasierte Erkenntnisse mit echter Kundennähe verbinden.

Austauschplattform für die Zukunft des B2B-Marketings

Mit Formaten wie dem Panel beim W&V Summit 2026 schafft der bvik eine Plattform für den Austausch zwischen Industrieunternehmen, Marketingverantwortlichen und Medien. Ziel ist es, die Bedeutung von B2B-Marketing stärker sichtbar zu machen und Best Practices aus der Industrie zu teilen.

bvik

Der bvik bündelt als unabhängiger Verband das Know-how und die Praxiserfahrung von über 3.000 Marketing-Profis aus der Industrie und Kreativbranche. Bei unseren zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten rund um die professionelle B2B-Marketing-Kommunikation zeigen wir auf, wie es Ihnen heute perfekt gelingt, mit Ihrer Marke und Ihren Services in allen relevanten Kanälen optimal präsent zu sein. Unser Leitspruch lautet: „Lernen von den Besten im B2B!“

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