Die Schweizer Wirtschaft zeigt sich im internationalen Vergleich aussergewöhnlich zuversichtlich. Einer aktuellen Arbeitsmarktstudie zufolge erwarten alle befragten Arbeitgebenden Wachstum im kommenden Jahr. Gleichzeitig reagieren Talente flexibel auf wirtschaftlichen Druck: Nebenbeschäftigungen nehmen zu, lineare Karrieren verlieren an Bedeutung. Viele setzen auf Portfolio-Modelle, Autonomie und Work-Life-Balance. Ein KI-Blind-Spot verlangt bessere Abstimmung zwischen Erwartungen.
Die globale Wirtschaft zeigt sich vorsichtig, die Schweiz könnte zuversichtlicher nicht sein: 100% der hiesigen Arbeitgeber blicken zuversichtlich auf das kommende Wachstumsjahr. Hinter dieser Resilienz verbirgt sich ein fundamentaler Wandel. Der Randstad Workmonitor 2026 zeigt: Die traditionelle lineare Karriere hat ausgedient. Talente setzen verstärkt auf flexible Portfolio-Modelle und Eigeninitiative, um dem wirtschaftlichen Druck zu begegnen. Gleichzeitig offenbart der «KI-Blind-Spot» eine entscheidende strategische Lücke.
Zuversicht und wirtschaftliche Resilienz in der Schweiz
Während die weltweiten Talente eher vorsichtig bleiben, zeigt der Schweizer Arbeitsmarkt einen bemerkenswerten Optimismus. In der Schweiz sind 100% der Arbeitgebenden und 64% der Talente zuversichtlich, was das Unternehmenswachstum im nächsten Jahr betrifft. Dies liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt von 95% bzw. 51%. Diese Resilienz zeigt sich auch darin, wie Arbeitnehmende mit dem wirtschaftlichen Druck umgehen: 43% der Schweizer Talente haben eine Zweitbeschäftigung aufgenommen oder suchen danach, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu bewältigen.
Das Ende der linearen Karriere
Die Studie bestätigt, dass die traditionelle lineare Karriereleiter ausgedient hat. 72% der Arbeitgebenden weltweit sind der Meinung, dass dieses Modell veraltet ist. Stattdessen bauen Talente «Portfolio-Karrieren» auf und priorisieren Abwechslung, Work-Life-Balance und Autonomie gegenüber der Betriebszugehörigkeit. Während das Gehalt weiterhin der wichtigste Faktor bei der Jobsuche ist, hat sich die Work-Life-Balance zum entscheidenden Hebel für die Mitarbeiterbindung entwickelt.
Den KI-Blind-Spot überwinden
Ein wichtiges Ergebnis des Workmonitor 2026 ist der «KI-Blind-Spot». Obwohl 76% der Arbeitnehmer*innen in der Schweiz glauben, dass KI ihre Produktivität steigert, besteht weiterhin eine Kluft zwischen den Erwartungen der Arbeitgebenden und der Wahrnehmung der Mitarbeitenden hinsichtlich der strukturellen Auswirkungen von KI auf einzelne Rollen. Der Bericht empfiehlt, den Fokus von der Bedrohung durch KI hin zur Ergänzung menschlicher Fähigkeiten zu verschieben.
Sander van ‘t Noordende, CEO von Randstad, kommentierte: «Die Arbeitsmärkte stehen unter immensem Druck, und Erfolg werden jene haben, die sich anpassen. KI sollte als Schlüssel zur Erweiterung von Aufgaben gesehen werden und die Bedeutung von Rollen hervorheben, die nur Menschen ausfüllen können. Traditionelle Karriereziele wandeln sich, wobei Talente und Unternehmen flexibler darüber nachdenken, wie Erfolg aussieht. Dennoch bleibt die menschliche Verbindung der Kern von Unternehmen, wobei Führungskräfte eine immer wichtigere Rolle bei der Aufrechterhaltung der Stabilität während der grossen Anpassung der Arbeitswelt einnehmen. Nur wenn Unternehmen und Talente am gleichen Strang ziehen, kann wahres Wachstum freigesetzt werden.»
Randstad
Randstad ist ein globaler Talent Leader mit der Vision, das weltweit fairste und spezialisierteste Unternehmen für Talente zu sein. Als Partner for Talent und durch unsere vier Spezialisierungen – Operational, Professional, Digital und Enterprise – bieten wir unseren Kunden die qualitativ hochwertigen, vielfältigen und flexiblen Arbeitskräfte, die sie in einer Welt mit knappen Talenten brauchen, um erfolgreich zu sein. Wir helfen Menschen, sinnvolle Jobs zu finden, relevante Fähigkeiten zu entwickeln und Zugehörigkeit sowie Sinn in ihrem Arbeitsumfeld zu erleben. Mit dem Wert, den wir schaffen, setzen wir uns für eine bessere und nachhaltigere Zukunft für alle ein. Mit Hauptsitz in den Niederlanden ist Randstad in 39 Märkten aktiv und beschäftigt rund 40.000 Mitarbeitende. Im Jahr 2023 haben wir 2 Millionen Talente dabei unterstützt, Arbeit zu finden und einen Umsatz von 25,4 Milliarden Euro erzielt. Randstad N.V. ist an der Euronext Amsterdam börsennotiert.
