Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zeigt: Deutsche Verbraucher stehen KI-basierten Einkaufsassistenten grundsätzlich offen gegenüber, lehnen jedoch autonome Kaufentscheidungen ab. 37 Prozent halten die Nutzung für wahrscheinlich, zugleich fordern 64 Prozent eine Bestätigung jedes Kaufschritts. Akzeptanz besteht vor allem bei Routinekäufen wie Lebensmitteln oder Reinigungsmitteln, nicht jedoch bei Versicherungen oder Finanzprodukten.
Künstliche Intelligenz im Alltag? Ja, aber mit Sicherheitsgurt. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Unzer* zeigt: Deutsche Verbraucher begrüßen Unterstützung durch KI, lehnen aber vollständig autonome Kaufentscheidungen deutlich ab.
Assistenz statt Autonomie: Die Deutschen wollen Kontrolle behalten
37 Prozent (kumuliert) der Befragten halten es grundsätzlich für wahrscheinlich, KI-basierte Einkaufsassistenten zu nutzen (25% «eher wahrscheinlich», 12% «sehr wahrscheinlich»). Gleichzeitig zeigt sich eine ausgeprägte Altersdynamik: Während 38 Prozent der 18 bis 29 Jährigen und nur 34 Prozent der 30 bis 39 Jährigen KI Einkaufsassistenten skeptisch gegenüberstehen, wächst dieser Anteil kontinuierlich mit dem Alter und erreicht bei den über 70 Jährigen 75 Prozent. Auch beim Geschlechtervergleich zeigt sich ein klares Muster: Frauen bewerten KI Assistenten deutlich zurückhaltender als Männer (57% vs. 52%), während Männer zugleich mehr Offenheit zeigen – 41 Prozent halten den Einsatz für wahrscheinlich, bei Frauen sind es nur 32 Prozent.
Gleichzeitig wünschen sich 51-65 Prozent der Verbraucher, dass KI das Einkaufen erleichtert – indem sie Zeit spart, passende Produkte findet oder günstige Angebote identifiziert (je nach Aussage 51% für passende Produkte bis 65% für günstige Angebote). Ein Punkt ist jedoch über alle Altersgruppen hinweg klar: 64 Prozent (kumuliert) bestehen darauf, dass jeder Schritt vor Abschluss eines Kaufs durch den Käufer bestätigt werden muss. Das Ergebnis: Die Deutschen wollen KI als Co-Pilot, nicht als Autopilot.
Agentic AI im Alltag: Akzeptanz bei Routinen, nicht bei großen Kaufentscheidungen
Auf die Frage, wofür Verbraucherinnen und Verbraucher einen agentischen, also vollautomatisierten Einkaufsassistenzen einsetzen würden, zeigt sich ein eindeutiges Muster:
- 22% sehen Einsatzpotenzial bei wiederkehrenden Einkäufen (z. B. Reinigungsmittel)
- 21% bei Lebensmitteln
- 19% bei Kleidung
- 18% bei Geschenken
- Nur 14% bei Versicherungen oder Finanzdienstleistungen
- 12% bei Abonnements
Damit wird deutlich: Die breite Akzeptanz autonomen Einkaufens wird nicht bei Versicherungen, Finanzprodukten oder größeren Anschaffungen beginnen, sondern bei täglichen Routineaufgaben. Für Händler bedeutet das: KI gestützte Automatisierung wird sich zunächst dort etablieren, wo sie Verbraucher nachweislich entlastet.
«Die Umfrage zeigt, dass Verbraucher sehr offen für moderne, digitale Einkaufserlebnisse sind, solange sie selbst die letzte Entscheidung treffen. KI soll unterstützen, personalisieren und vereinfachen, aber nicht autonom handeln. Das bestätigt unseren Ansatz bei Unzer: Unternehmen brauchen Lösungen, die Sicherheit, Transparenz und Komfort kombinieren. KI wird zum Co Pilot – und nur dort zum Autopiloten, wo Kunden es wirklich wollen», sagt Pascal Beji, Chief Commercial Officer von Unzer.
