Eine Trustlocal-Befragung unter 80 angeschlossenen Dienstleistern zeigt, wie stark KI bereits im Arbeitsalltag kleiner Betriebe angekommen ist. 66 Prozent nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche, 44 Prozent täglich oder fast täglich. Jeder Vierte spart nach eigener Einschätzung mindestens drei Stunden pro Woche. Besonders häufig hilft KI beim Texten, bei Recherche, Kundenanfragen und Büroarbeit. Fachliche Prüfung und persönliche Kundenansprache bleiben jedoch beim Menschen.
Zwischen Kundenauftrag, Terminplanung und Büroarbeit zählt für kleine Betriebe und lokale Dienstleister oft jede Minute. Eine Befragung der Plattform Trustlocal unter 80 angeschlossenen Dienstleistern zeigt: Zwei von drei Befragten (66 Prozent) nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche, 44 Prozent sogar täglich oder fast täglich. Jeder Vierte spart dadurch nach eigener Einschätzung mindestens drei Arbeitsstunden pro Woche. Nur fünf Prozent geben an, beruflich gar keine KI einzusetzen. Die Ergebnisse zeigen zugleich: KI übernimmt bislang vor allem Vorarbeit bei Aufgaben, die im Tagesgeschäft Zeit kosten. Fachliche Prüfung und persönliche Kundenansprache bleiben beim Menschen.
Zeitgewinn bei der Vorarbeit: Texten, Recherche, Kundenanfragen
Im Arbeitsalltag zeigt sich der Nutzen von KI bislang vor allem bei konkreten, wiederkehrenden Aufgaben. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) schreibt Texte dank KI seltener komplett neu. 45 Prozent finden Informationen schneller. Jeweils rund ein Drittel (31 Prozent) kann Kundenanfragen zügiger beantworten, Büro- und Verwaltungsaufgaben beschleunigen oder fachliche Entscheidungen effizienter vorbereiten. Knapp ein Viertel (24 Prozent) erstellt Angebote schneller.
Mit Abstand am häufigsten werden allgemeine Text-KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Copilot eingesetzt. 74 Prozent der Befragten nutzen solche Tools beruflich. Dahinter folgen Bild- oder Design-KI mit 31 Prozent sowie KI in Branchensoftware und Sprachassistenten oder automatische Transkription mit jeweils 25 Prozent.
«KI ist bei vielen Dienstleistern aus der Experimentierphase herausgewachsen und zu einem festen Arbeitswerkzeug geworden», sagt Manuel Eiteljörge, Country Manager Deutschland bei Trustlocal. «Sie dient vor allem als Entlastung bei Schreib-, Recherche- und Büroarbeit. Bei der fachlichen Prüfung und der persönlichen Kundenansprache bleibt aber der Mensch entscheidend.»
Jeder Vierte spart mindestens drei Stunden pro Woche
Für einen Teil der Dienstleister macht sich der KI-Einsatz bereits deutlich bei der Arbeitszeit bemerkbar. Jeder vierte Befragte spart nach eigener Einschätzung mindestens drei Stunden pro Woche. 15 Prozent kommen sogar auf mindestens fünf Stunden Zeitersparnis. Weitere 21 Prozent sparen zwischen einer und drei Stunden pro Woche.
Der Zeitgewinn bedeutet nicht, dass KI-Ergebnisse ungeprüft übernommen werden. 56 Prozent der Befragten geben an, Ergebnisse sorgfältig kontrollieren zu müssen. 41 Prozent korrigieren unklare oder falsche Aussagen. Ebenso viele überarbeiten Texte, damit sie persönlicher wirken. 30 Prozent müssen beim KI-Einsatz zusätzlich Datenschutzfragen prüfen.
KI verändert auch die Kundenkommunikation
Auch bei neuen Kundenanfragen wird KI bereits eingesetzt: 39 Prozent der Befragten nutzen sie, um Antwortentwürfe zu erstellen, 28 Prozent lassen sich bei der Formulierung von Rückfragen unterstützen und 26 Prozent bei der Vorbereitung von Angeboten. Gleichzeitig beobachten 45 Prozent, dass auch ihre Kunden selbst häufiger KI verwenden.
Auch Trustlocal setzt bei der Kundenkommunikation auf KI: Ein AI Assistant unterstützt Dienstleister bei der Beantwortung von Anfragen, zudem ist Trustlocal mit einer eigenen App direkt in ChatGPT integriert.