Neuer KI-Assistent setzt auf Privatsphäre und Nachhaltigkeit

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Ein innovativer KI-Assistent verbindet Datensouveränität, Energieeffizienz und hohe Leistungsfähigkeit. Er wird vollständig in lokalen Rechenzentren betrieben, verarbeitet Anfragen ohne externe Anbieter und speichert keine Daten für Trainingszwecke. Ein flüchtiger Modus garantiert maximale Vertraulichkeit. Gleichzeitig wird die verbrauchte Energie in Form von Fernwärme wieder genutzt. Der Assistent unterstützt Nutzer beim Analysieren, Recherchieren, Zusammenfassen und Interpretieren verschiedenster Inhalte und minimiert seinen Energiebedarf durch adaptive Antwortprozesse.

Nachdem der Schweizer Cloud-Anbieter Infomaniak seine KI-Dienste und Cloud-Infrastrukturen bereits Entwicklern zur Verfügung gestellt hat, um Open-Source-Modelle auf Abruf zu trainieren oder zu nutzen, lanciert er mit Euria nunmehr seinen eigenen mobilen KI-Assistenten für private Endnutzer. Euria läuft vollständig auf Schweizer Infrastrukturen, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden, die anschliessend für Fernwärme verwendet wird. Damit erfüllt Euria die Anforderungen sensibler Sektoren wie Gesundheit, Bildung, Recht, Finanzen oder öffentliche Verwaltungen. Euria sammelt keine Daten für das Training von KI-Modellen und umfasst einen flüchtigen Modus ohne jede Speicherung. Euria ist kostenlos und verkörpert eine ethische, universelle, verantwortungsbewusste, unabhängige und autonome KI.

Eine KI, die Wohnungen beheizt

Der gesamte von Euria verbrauchte Strom wird in Form von Wärme wiederverwertet, die in das Genfer Fernwärmenetz eingespeist wird. Bei Volllast liefert das die KI beherbergende Data Center genügend Energie, um im Winter 6 000 Wohnungen des Typs Minergie-A zu beheizen und täglich 20 000 Menschen eine fünfminütige Dusche zu ermöglichen. So verhindert es die Verbrennung von rund 3 600 Tonnen CO2 Erdgas pro Jahr, sodass es zur Reduzierung lokaler Emissionen beiträgt.

«Euria zeigt, dass eine KI leistungsstark und gleichzeitig noch nachhaltiger für den Planeten sein kann: Die gesamte von der KI verbrauchte Energie, die ausschliesslich auf erneuerbarer Energie ohne jegliche Wasserverschwendung beruht, kommt ein zweites Mal der Allgemeinheit zugute, um Haushalte zu beheizen», macht Boris Siegenthaler, der Gründer von Infomaniak, deutlich.

Ein unabhängiger KI-Assistent, der die Privatsphäre achtet

Die gesamte Verarbeitung von Anfragen sowie die Speicherung und das Hosting von Euria erfolgen ausschliesslich in den Data Centern von Infomaniak in der Schweiz – und das ganz ohne externe Anbieter oder Datentransfers ins Ausland.

Unterhaltungen mit Euria werden von Infomaniak in allen Phasen verschlüsselt , sodass sie vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. Die Daten werden ausschliesslich zur Sicherung der Funktionsweise des Dienstes verwendet: Demgemäss werden keine Informationen ausgewertet, um KI-Modelle zu trainieren, Profile zu erstellen oder Drittsysteme zu speisen.

Der flüchtige Modus bietet ein Höchstmass an Vertraulichkeit: Unterhaltungen werden niemals gespeichert, hinterlassen keine Spuren auf den Servern und können auf keine Weise, auch nicht von Infomaniak, abgerufen werden.

Euria ist vollständig konform mit der DSGVO und dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) und erfüllt die Anforderungen sensibler Sektoren wie Gesundheit, Bildung, Recht, Finanzen oder öffentlicher Verwaltungen, die strenge Garantien für Sicherheit, Vertraulichkeit und digitale Unabhängigkeit verlangen.

«Euria wurde entwickelt, damit Vertraulichkeit kein leeres Marketingversprechen bleibt, sondern Realität wird. Die Daten verlassen niemals unsere Data Center in der Schweiz und dienen nur dazu, den vom Nutzer gewünschten Dienst zu erbringen», stellt Marc Oehler, CEO von Infomaniak, klar.

Auf technischer Ebene stützt sich Euria auf mehrere Open-Source KI-Modelle – je nach Anforderung des Nutzers. «Die Euria-Modelle werden vollständig in unseren Data Centern gehostet. Wir haben sie so konzipiert, dass sie ein Leistungsniveau bieten, das den besten KI-Systemen auf dem Markt sehr nahekommt, und gleichzeitig den Energiebedarf für ihren Betrieb reduziert», so Marc Oehler weiter. «Keines der leistungsstärksten Modelle stammt bislang aus Europa. Diese Erkenntnis muss uns wachrütteln: Europa muss investieren, um seinen Rückstand aufzuholen und seine eigenen unabhängigen, ethischen und CO2-neutralen KI-Modelle zu entwickeln. Je mehr Nutzer sich für lokale Akteure entscheiden, desto besser können wir diese technologische Unabhängigkeit aufbauen.»

Schnelle und kostengünstige KI für Unternehmen und Öffentlichkeit

Euria ist so benutzerfreundlich wie ChatGPT und ermöglicht ab Einführung über die mobile App:

  • eigene Anfragen an die KI schriftlich oder mündlich zu formulieren;
  • komplexe Informationen im Web zu suchen, zu analysieren und zu vergleichen;
  • Dokumente (PDF, Word, Excel, Bilder usw.) zu analysieren und zusammenzufassen;
  • Audiodateien (.mp3 .m4a .wav .aac .mp4 usw.) zu transkribieren;
  • Screenshots und Fotos (.bmp, .jpg, .png, .webp, .tiff) zu interpretieren;
  • Dialoge im Rahmen von Projekten zu organisieren;
  • Dialoge als Favoriten zu markieren;
  • Unterhaltungen mit Dritten zu teilen, auch wenn diese kein Infomaniak-Konto besitzen;
  • alle Dialoge von einem Gerät zum anderen abzurufen;
  • einen flüchtigen Chat zu nutzen, bei dem nichts gespeichert wird.

Zur Optimierung des Energieverbrauchs ermittelt Euria automatisch, ob eine Online-Suche erforderlich ist – je nach Anfrage des Nutzers. Ist eine solche Suche nicht erforderlich, antwortet Euria quasi sofort und verbraucht so weniger Energie. Für viele Aufgaben wie das Zusammenfassen eines Dokuments, die Analyse von Bildern, das Übersetzen von Texten, das Verfassen von E-Mails oder Berechnungen greift Euria direkt auf sein internes Wissen und seine Denkfähigkeiten zurück, ohne Unmengen von Online-Websites aufzurufen.

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