USU-Studie: Warum Governance über KI-Erfolg entscheidet

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Künstliche Intelligenz ist im IT-Betrieb vieler Unternehmen bereits fest etabliert. Sie analysiert Daten, automatisiert Services und verbessert digitale Erlebnisse. Doch je stärker KI genutzt wird, desto deutlicher zeigen sich strukturelle Schwächen. Fehlende Leitlinien, Unsicherheit bei Regulierung und unklare Verantwortlichkeiten bremsen die Skalierung. Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern ob Organisationen bereit sind, sie sicher und vertrauenswürdig zu verankern.

Eine neue Forrester Consulting Studie im Auftrag von USU zeigt: Unternehmen integrieren KI immer stärker in ihre IT-Prozesse, doch die Fähigkeit, diese Lösungen sicher und rechtskonform zu skalieren, bleibt deutlich hinter dem tatsächlichen Einsatz zurück. Nur 39 Prozent der IT-Entscheider weltweit fühlen sich gut oder vollständig auf die Einhaltung relevanter Datenschutz- und KI-Regulierungen wie GDPR, CCPA oder den EU AI Act vorbereitet. Die Studie ist kostenfrei auf der USU-Webseite verfügbar.

KI treibt den Wandel im IT-Betrieb voran – doch Governance verhindert die Skalierung

Laut Studie setzen Unternehmen KI vor allem in Bereichen wie Datenanalyse, IT-Service-Management, IT-Monitoring sowie im Customer Experience Management ein. Damit entwickelt sich die IT zunehmend von einer reaktiven Organisationseinheit zu einem proaktiv agierenden, datengetriebenen Steuerungszentrum.

Gleichzeitig sieht die Mehrheit der Befragten erhebliche organisatorische Hürden. Unternehmen kämpfen insbesondere mit unklaren regulatorischen Vorgaben, komplexen internationalen Compliance-Anforderungen und erhöhten Risiken im Umgang mit sensiblen Daten. Auch die Sorge vor Sicherheitsvorfällen und die hohen Anforderungen an Governance-Strukturen erschweren den Rollout skalierbarer KI-Lösungen.

Zentrale Kennzahlen der Studie im Überblick

Mehrere besonders markante Ergebnisse verdeutlichen den bestehenden Handlungsdruck:

  • 71 Prozent der Befragten sehen fehlende klare AI-Privacy-Guidelines als größte Herausforderung. Viele Unternehmen verfügen noch nicht über ausreichende Orientierung für den rechtskonformen KI-Einsatz.
  • 77 Prozent bewerten Privacy-by-Design und Compliance-by-Design als kritische Priorität. Dies zeigt den wachsenden Stellenwert systematischer Governance-Strukturen.
  • Nur 35 Prozent trauen ihrem Unternehmen zu, KI-Lösungen im großen Maß sicher zu betreiben und gleichzeitig regulatorische Vorgaben einzuhalten, ein Hinweis auf organisatorische und strukturelle Defizite.

Diese Kennzahlen unterstreichen die deutliche Diskrepanz zwischen technologischem Fortschritt und organisatorischer Reife: KI hat zwar längst operative Bedeutung, doch die Voraussetzungen für eine sichere Skalierung fehlen vielerorts noch.

Governance wird zur strategischen Voraussetzung für KI-Erfolg

Die Studie macht deutlich, dass der Erfolg von KI-Projekten maßgeblich von klar definierten und gelebten Governance-Strukturen abhängt. Unternehmen setzen zunehmend auf spezialisierte Compliance-Tools, bereichsübergreifende Teams und regelmäßige Audits, um Transparenz und Vertrauen zu schaffen. Governance wird damit nicht länger als reiner Kontrollmechanismus verstanden, sondern als strategischer Erfolgsfaktor, um KI sicher, effizient und skalierbar nutzen zu können.

Unternehmen erwarten deutliche Effizienz- und Agilitätsgewinne

Trotz aller Hürden bestätigen die Befragten, dass KI erhebliches Potenzial zur Steigerung von Effizienz, Agilität und Sicherheit bietet. Viele rechnen damit, dass KI ihre Organisation in den kommenden zwölf Monaten spürbar widerstandsfähiger, schneller und wirtschaftlicher machen wird und damit zum zentralen Hebel für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit wird.

Was IT-Verantwortliche jetzt tun müssen, um KI nachhaltig zu verankern

«Die Studie zeigt deutlich: Technologie allein reicht nicht aus, um KI im IT-Betrieb erfolgreich zu verankern. Viele Unternehmen haben bereits starke Ansätze, doch ohne klare Leitlinien, Verantwortlichkeiten und gelebte Governance bleibt ihr Potenzial begrenzt. Entscheidend ist, ein Umfeld zu schaffen, in dem KI vertrauenswürdig, sicher und skalierbar eingesetzt werden kann. Denn KI-Erfolg basiert immer auf Vertrauen – in die Daten, die Plattformen und die Partner, die diesen Weg begleiten. Mit einem verlässlichen Governance-Rahmen wird KI zum echten Katalysator für Innovation und operative Exzellenz. Genau dabei unterstützen wir unsere Kunden, indem wir mit ihnen ein nachhaltiges KI-Ökosystem aufbauen, das auf Vertrauen und langfristiger Zusammenarbeit beruht», betont Dr. Benjamin Strehl, CEO bei USU.

USU

Als führender Anbieter von Software und Services für das IT und Customer Service Management ermöglicht USU Unternehmen, die Anforderungen der heutigen digitalen Welt zu meistern. Globale Organisationen setzen unsere Lösungen ein, um Kosten zu senken, agiler zu werden und Risiken zu reduzieren – mit smarteren Services, einfacheren Workflows und besserer Zusammenarbeit. Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung und Standorten weltweit bringt das USU-Team Kunden in die Zukunft. Neben der 1977 gegründeten USU GmbH gehören auch die Tochtergesellschaften USU Technologies GmbH, USU Solutions GmbH, USU Solutions Inc. sowie USU SAS zu der im Prime Standard der Deutschen Börse notierten USU Software AG (ISIN DE 000A0BVU28).

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