KI-Schmiede One Thousand startet mit eigenem Team in Zürich

Die Berliner KI-Schmiede One Thousand baut ein eigenes Team in Zürich auf. Simona Santamaria führt seit dem 1. September als Switzerland Lead und Senior AI Solutions Engineer. Die Informatikerin hat an der ETH Zürich und am MIT geforscht, bei Amazon in der Robotik gearbeitet und das Münchner Medizin-KI-Unternehmen RYVER.AI mitgegründet. Zürich ist nach Berlin und Düsseldorf der dritte Standort des Unternehmens.

Schweizer Unternehmen haben kein Problem damit, KI einzusetzen. Sie haben ein Problem damit, sie in Wirksamkeit zu überführen. 89 Prozent nutzen KI im Arbeitsalltag, ergab eine Umfrage unter 604 Unternehmen im Mai 2026, wobei nur 14 Prozent KI systematisch skalieren. Der Gen AI Report 2026 kam zum gleichen Befund: 97 Prozent der befragten Schweizer Firmen fahren Pilotprojekte, nur rund ein Drittel dieser Projekte geht in den produktiven Betrieb.

Hier setzt One Thousand an. Das Unternehmen baut KI-Anwendungen, die bestehende Prozesse fundamental transformieren. Dabei arbeiten die Teams nahe am Kunden und stellen sicher, dass das fertige System ohne weitere Betreuung in den Teams nachhaltig integriert wird. Für die Habasit in Reinach, GWF in Luzern oder auch Montanstahl in Stabio hat One Thousand bereits branchenführende KI-Anwendungen entwickelt, von Produktionsoptimierung über Qualitätsmanagement bis hin zum Kundenservice.

«Bei KI lassen wir uns in Europa fast immer die Butter vom Brot nehmen, weil viele nicht ambitioniert genug sind und nicht wirklich an den Kern wollen»

«Aber das geht auch anders, wie viele Durchbrüche mit unseren Klienten aus der Schweiz zeigen. Ich schätze den Innovationsdrang der Schweizer,» sagt Tim Schleicher, Gründer und CEO von One Thousand.

Santamaria hat an der ETH Zürich am Departement Informatik geforscht und dort an maschinellen Lernverfahren gearbeitet; die Arbeit erschien 2020 auf der ICLR. 2022 gründete sie RYVER.AI mit. Das Münchner Unternehmen erzeugt synthetische Radiologiebilder, um Verzerrungen in medizinischer KI zu verringern. Die Schweizerin bringt eine ideale Kombination aus Forschungshintergrund und Praxisorientierung mit.

«Früher sind viele Projekte an fehlender Datengrundlage oder unklarem Business Value gescheitert. Heute geht es darum, nicht bloss kleinere Prozessschritte durch KI zu ersetzen, sondern ganze Prozesse neu zu denken. Ich bin begeistert, mit One Thousand und dessen 270 bereits erfolgreich abgeschlossenen KI-Durchbrüchen, unser Bestandskundengeschäft in der Schweiz in den nächsten zwölf Monaten massiv auszubauen und unsere Klienten auf ihren Transformationsprozessen zu begleiten,» sagt Simona Santamaria, die das Zürcher Team bis Ende 2026 auf sieben Personen ausbauen möchte.

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