deAI Labs bringt souveräne KI-Plattform daeo auf den Markt

Die deAI Labs GmbH aus Tutzing bei München startet mit daeo eine souveräne KI-Plattform für den Mittelstand und den öffentlichen Sektor. Die Lösung führt verstreute Daten aus ERP-Systemen, SQL-Datenbanken, MES, Dokumenten, Tickets, E-Mail- und Kollaborationssystemen in einer kontrollierten Kontextschicht zusammen. Beziehungen, Zugriffsrechte und Wissen sollen so für KI-Anwendungen nutzbar werden. Der Kontext aktualisiert sich in Echtzeit und steht über Desktop, MCP und API bereit; das KI-Modell bleibt frei wählbar. Ein erster Anwendungsfall mit Standardquellen kann laut Anbieter innerhalb von 48 Stunden starten. Als Referenz nennt deAI Labs die komuna GmbH, bei der 111.000 historische Support-Tickets erschlossen wurden.

Die deAI Labs GmbH aus Tutzing bei München bringt heute die souveräne KI-Plattform daeo auf den Markt. daeo verbindet verstreute Daten aus ERP-Systemen, Datenbanken, Dokumenten und Tickets zu einem kontrollierten Unternehmenskontext und stellt diesen für verschiedenste KI-Modelle, Anwendungen und Oberflächen bereit. Die Plattform wurde für den Mittelstand und den öffentlichen Sektor gebaut. Der Bedarf ist groß: Laut ifo-Institut (Juni 2026) nutzen nur 47,2 Prozent der mittelgroßen Unternehmen in Deutschland KI – über alle Unternehmensgrößen hinweg sind es 54,5 Prozent.

Ein zentraler Engpass ist die Datenbasis: Laut Gartner fehlen 63 Prozent der Unternehmen geeignete Datenmanagement-Praktiken für KI oder sie sind sich darüber unsicher. Einer aktuellen Studie von Lünendonk zufolge nennen 95 Prozent der Unternehmen unzureichende Datenqualität oder -verfügbarkeit als Bremse für den Erfolg ihrer Agentic-AI-Projekte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Produkt: daeo, souveräne KI-Plattform für Unternehmenskontextschicht mit Daten aus ERP, SQL-Datenbanken, MES, Dokumenten, Tickets sowie E-Mail- und Zusammenarbeits-Systemen
  • Anbieter: deAI Labs GmbH, Tutzing bei München, gegründet im April 2026 von Lukas Beckenbauer (CEO) und Sarah Gottwald (CGO)
  • Zielgruppe: Mittelstand und öffentlicher Sektor
  • Verfügbar: ab 6. Oktober 2026, daeo.ai
  • Schnittstellen: daeo Desktop, MCP und API; das KI-Modell ist frei wählbar
  • Betrieb: europäische Rechenzentren, private Cloud oder eigene Infrastruktur
  • Aktualisierung des Kontexts: Echtzeit
  • Projektdauer: Ab 48 Stunden vom Projektstart bis zur produktiven Nutzung
  • Referenz: komuna GmbH, 111.000 historische Support-Tickets erschlossen, produktiv nach drei Monaten
  • Stand: 6. Oktober 2026

Entwickelt wurde daeo unter der Leitung des Mitgründers von deAI Labs, Lukas Beckenbauer, der zuvor an der Technischen Universität München und der Universität Cambridge zu KI geforscht hat. Der Name daeo steht für Data Extraction for Organizations. Die Plattform ist in umfangreichen Pilotprojekten aus drei Branchen erfolgreich im Einsatz.

Warum KI-Projekte an der Datenbasis scheitern

Es gibt KI-Modelle für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle. Doch ihre Nutzung hakt an den Daten – genauer: an ihrer Aufbereitung. Gartner prognostizierte im Februar 2025, dass bis Ende 2026 rund 60 Prozent der KI-Projekte ohne KI-fähige Datenbasis aufgegeben werden. Zugleich ist die IT-Landschaft der Unternehmen zersplittert: So betreiben einer Erhebung von Forrester (August 2026) zufolge nur sieben Prozent der ERP-Entscheider eine einzige ERP-Instanz. Unternehmens-KI muss daher über Systemgrenzen hinweg funktionieren. Hier hilft daeo, indem es Daten aus jeglichen Quellen in einer Kontextschicht KI-fähig aufbereitet.

Kontext ist mehr als Zugriff auf Daten. Ein KI-Modell, das ein Dokument findet, weiß noch nicht, ob es die gültige Fassung ist, zu welchem Vorgang es gehört und wer es sehen darf. Diese Zusammenhänge stehen in keinem Datensatz – sie stecken in gewachsenen Regeln, Zuständigkeiten und im Erfahrungswissen der Mitarbeitenden. Dieses Problem ist nicht durch ein anderes KI-Modell zu lösen, sondern durch die optimale Aufbereitung der Daten in einer spezialisierten Kontextschicht.

Die Prämisse von deAI Labs ist, dass das Data-Onboarding – der Weg heterogener, über Systeme verteilter Unternehmensdaten hin zu einem Zustand, in dem KI sie zuverlässig findet, versteht und nutzen kann – 2027 zu einem entscheidenden Faktor dafür wird, ob KI-Projekte auch in mittelgroßen Unternehmen funktionieren.

Wie die daeo Kontext Engine funktioniert

Die daeo Kontext Engine baut eine Kontextschicht über die IT-Systeme des Unternehmens – ERP, SQL-Datenbanken, MES, Dokumente, Tickets sowie E-Mail- und Zusammenarbeits-Systeme. Die Plattform erschließt verstreute Inhalte und verbindet Datenbeziehungen, Zugriffsrechte und Wissen zu einem kontrollierten Unternehmenskontext mit Quellenangaben und rollenbasierten Zugriffen. Dieser Kontext aktualisiert sich automatisch in Echtzeit und steht über die daeo App sowie über MCP und API für unterschiedliche Anwendungen, Modelle und KI-Agenten zur Verfügung.

Die Architektur ist modular und auf schnelle Einsatzfähigkeit ausgelegt: Ein erster klar umrissener Anwendungsfall kann mit Standardquellen innerhalb von 48 Stunden starten. Komplexere Daten- und ERP-Landschaften kommen schrittweise hinzu. Bereits erschlossene Quellen, Rechte und Beziehungen werden für weitere Anwendungen wiederverwendet. Das System aktualisiert sich aktiv und passt sich im Zeitverlauf enger an unternehmensspezifische Anforderungen an.

Warum die souveräne Aufbereitung des Unternehmenskontexts wichtig für eine flexible KI-Strategie ist

Forrester sieht in einer Analyse vom August 2026 eine Schlüsselfrage darin, ob Unternehmen neben ihren Daten auch ihre Definitionen, Beziehungen und Berechtigungen über Systeme, Modelle und Oberflächen hinweg mitnehmen können. daeo ermöglicht es Unternehmen, ihre gesamten Daten für KI zu erschließen und dabei unabhängig von einzelnen System-Anbietern oder KI-Modellen zu bleiben.

«Modelle werden austauschbar, Unternehmenskontext bleibt. Im schnelllebigen KI-Zeitalter bedeutet Souveränität die Freiheit, eine technologische Entscheidung morgen wieder ändern zu können», sagt Lukas Beckenbauer, CEO und Mitgründer der deAI Labs GmbH.

Die Gründer von deAI Labs sind der Auffassung, dass EU-Hosting nur der Anfang von KI-Souveränität ist. Souveränität ist aus ihrer Sicht auch die Freiheit, jederzeit zwischen KI-Modellen wechseln zu können. Daher lässt sich mit daeo das KI-Modell je nach Anwendungsfall frei ändern. Der Unternehmenskontext bleibt erhalten. Auch sonst wählen die Kunden ihren Souveränitätsgrad selbst: Betreiben lässt sich daeo in europäischen Rechenzentren, in einer privaten Cloud oder der eigenen Infrastruktur.

Erfolgreiche Pilotprojekte in Produktion, Dienstleistung und öffentlichem Sektor

Vor dem Marktstart wurde daeo in umfangreichen Pilotprojekten bei Kunden aus dem produzierenden Gewerbe, dem öffentlichen Sektor und dem Dienstleistungssektor ausgerollt. Ein bereits dokumentiertes Beispiel aus dem öffentlichen Sektor ist der Software-Anbieter komuna GmbH, der Software für rund 700 Kommunen bereitstellt: daeo macht bei komuna den Erfahrungsschatz aus 111.000 historischen Tickets für Support-Mitarbeitende nutzbar. Vergleichbare frühere Fälle lassen sich nun in Sekunden finden. daeo bringt nach Aussage des Kunden eine «Riesen-Zeitersparnis» im Alltag des Unternehmens, das durchschnittlich 200 Support-Anfragen am Tag beantwortet. Bis zum produktiven Einsatz der Plattform dauerte es nur drei Monate und komuna will die Plattform künftig auch für andere Anwendungsfälle nutzen.

«Der etablierte Mittelstand will KI-Fähigkeiten auf Unternehmensniveau, ohne die Komplexität großer Konzernprojekte. Dort setzt daeo an: Wir starten mit einem klar umrissenen Anwendungsfall, liefern schnell nutzbare Ergebnisse und erweitern von dort», sagt Sarah Gottwald, Chief Growth Officer (CGO) und Mitgründerin der deAI Labs GmbH.

Das Gründungsteam: KI-Forschung trifft Venture-Capital-Erfahrung

Lukas Beckenbauer (CEO) verantwortet die Gesamtstrategie, Vision und Unternehmensführung von daeo. Er forschte an der Technischen Universität München sowie am Supply Chain AI Lab der Universität Cambridge zu künstlicher Intelligenz und verteilten Systemen. Seine Forschung zu selbstoptimierenden KI-Agentensystemen und zu dezentralen Organisationsformen wurde bei führenden internationalen Foren wie der NeurIPS und der Academy of Management vorgestellt. Er ist zudem ein Hauptautor der Studie «Synergies of Blockchain and AI – Vision of a European Data Economy», herausgegeben von der Konrad-Adenauer-Stiftung, und argumentiert darin für europäische technologische Souveränität und dezentrale KI-Infrastrukturen. Sein Anliegen, souveräne, vielfältige KI mit Sicherheit und Governance zu vereinen, prägt die Architektur von daeo.

Sarah Gottwald (CGO) verantwortet das operative Geschäft, Business Development und strategische Partnerschaften von daeo. Sie bringt tiefgehende Venture-Capital-Erfahrung mit – als Managing Director der Blockchain Founders Group und aus ihrer Arbeit bei Vanagon Ventures – und ist seit 2025 Mitglied des Aufsichtsrats der NYALA Digital Asset AG. Vor ihrer Zeit im Venture Capital arbeitete sie neun Jahre bei BMW in Finanz- und Strategiefunktionen mit Schwerpunkt autonomes Fahren, wo sie Kooperationen verhandelte und Transaktionen für Fusionen und Übernahmen abschloss.

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