Umfrage zu Agentic Commerce: KundInnen bleiben zurückhaltend

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Umfrage zu Agentic Commerce - KundInnen bleiben zurückhaltend

Agentic Shopping gilt als Zukunftstrend im digitalen Handel, doch die Nutzung bleibt verhalten. Über 60 Prozent der Befragten verwenden AI-Beratung beim Online-Shopping selten oder nie, nur 13 Prozent häufig. AI wird bislang vor allem zur Inspiration oder Orientierung genutzt. Vollautomatisierte Kaufentscheidungen stoßen mehrheitlich auf Skepsis. Kund:innen wünschen Unterstützung, wollen jedoch die Kontrolle behalten. Vertrauen variiert je nach Branche deutlich.

Agentic Shopping gilt als eines der meistdiskutierten Zukunftsthemen im digitalen Handel. AI-gestützte Assistent:innen versprechen, Produktsuche, Vergleiche und Kaufentscheidungen grundlegend zu verändern. Funktionen wie „Shopping Research“ in ChatGPT zeigen bereits, wie AI-Systeme den Recherche- und Entscheidungsprozess strukturieren können. Dennoch zeigt die aktuelle Datenlage, dass die tatsächliche Nutzung bislang hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Hohe Aufmerksamkeit, geringe Alltagsnutzung

Trotz wachsender technologischer Möglichkeiten und hoher medialer Präsenz ist Agentic Shopping im Alltag vieler Kund:innen noch nicht angekommen. Mehr als 60 Prozent der Befragten geben an, AI-Beratung beim Online-Shopping selten oder nie zu nutzen. Nur rund 13 Prozent greifen häufig oder sehr häufig auf entsprechende Tools zurück.
Die Ergebnisse zeigen: AI wird derzeit vor allem punktuell eingesetzt – etwa zur Inspiration oder zur ersten Orientierung. Eine durchgängige Integration in den Kaufprozess findet bislang nur bei einer Minderheit statt.

Vertrauen ist branchenabhängig

Die Akzeptanz von AI-Empfehlungen unterscheidet sich deutlich nach Anwendungsfeld. 42 Prozent der Befragten nutzen AI-gestützte Beratung im Online-Handel, etwa für Produktempfehlungen oder Vergleiche. Im Gesundheitsbereich sind es 33 Prozent, im Reisesegment 23 Prozent. In sensibleren Branchen wie Banken oder Versicherungen ist die Zurückhaltung deutlich ausgeprägter.
Über 27 Prozent der Befragten geben an, AI-Empfehlungen in keiner der abgefragten Branchen zu vertrauen. Vertrauen bleibt damit ein zentraler Faktor für die weitere Entwicklung von Agentic-Shopping-Modellen.

Kontrolle statt Automatisierung

Besonders deutlich wird die Skepsis bei vollautomatisierten Entscheidungen. Eigenständige Käufe oder Vertragsabschlüsse durch AI stoßen auf Zurückhaltung. Viele Kund:innen wünschen sich Unterstützung, möchten die finale Entscheidung jedoch selbst treffen.
„Agentic Shopping ist ohne Frage eines der spannendsten Zukunftsthemen im Handel. Unsere Ergebnisse zeigen jedoch klar: Kund:innen probieren AI-Funktionen aus, behalten aber bewusst die Kontrolle über ihre Kaufentscheidungen“, sagt Dr. Philipp Spreer, Managing Director bei elaboratum.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer frühzeitig in belastbare Datenstrukturen, saubere Produktinformationen und transparente AI-Logiken investiert, schafft die Grundlage für zukünftige Touchpoints. Agentic Shopping entwickelt sich nicht über Nacht zum Standard – aber es verändert bereits heute die Erwartungen an digitale Beratung und Kaufprozesse.

elaboratum

elaboratum suisse denkt Digitalberatung neu. Mit konsequentem Blick auf die Menschen hinter allen Entscheidungen führt das 2010 gegründete Unternehmen Digitalprojekte zum Erfolg. Die mehr als 80 Mitarbeitenden von elaboratum helfen Unternehmen, Menschen zu verstehen und Digitalisierung so einzusetzen, dass langfristige und vertrauensvolle Beziehungen entstehen. Die Digitalberatung unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung eines Designs und eines Konzeptes bis hin zur Realisierung dieser. Zu ihren Kunden zählen Allianz, Birkenstock, EON, Marc O`Polo, Melitta, Telekom, Telefonica, ZEG und Zurich sowie viele weitere Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Versicherungen, Banking und Telekommunikation. Neben dem Hauptsitz in München hat das Unternehmen weitere Standorte in Hamburg, Köln, Zürich und Bern. Mehr über elaboratum suisse:

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