Smartphone-Abhängigkeit: Jeder dritte Kunde betroffen

Mehr als 2 Millionen Personen in der Schweiz zeigen deutliche Anzeichen von Smartphonesucht, weitere 7 Prozent der Teenager und Erwachsenen sogar ausgeprägte. Überdurchschnittlich häufig sind die 16- bis 35-Jährigen von der Handy-Abhängigkeit betroffen. Auffällig ist der Röstigraben: 40 Prozent der Romands fühlen sich ängstlich, wenn Mobilfunkempfang oder Internetverbindung fehlt – doppelt so viele wie in der Deutschschweiz. Das zeigt die dritte repräsentative Comparis-Umfrage zur Smartphonesucht. «Das Smartphone ist für viele die digitale Nabelschnur zur Aussenwelt geworden. Wenn schon ein leerer Akku oder fehlender Empfang Angst auslöst, zeigt das, wie stark unser Sicherheitsgefühl an diesem Gerät hängt. Die Ergebnisse sind ein Anlass, den eigenen Umgang mit dem Handy kritisch zu hinterfragen», sagt Comparis-Digital-Experte Jean-Claude Frick.

Kein Netz, kein Smartphone – und schon steigt die innere Unruhe. Dahinter steckt die sogenannte Nomophobie beziehungsweise Handy-Abhängigkeit. Sie bezeichnet die Angst oder das Unbehagen, ohne Smartphone oder ohne Mobilfunkverbindung zu sein. Schon zum dritten Mal untersucht der Online-Vergleichsdienst Comparis, wie fest das Mobiltelefon die Schweizer Bevölkerung (Teenager und Erwachsene im Alter von 16 bis 74 Jahren) im Griff hat. Und es zeigt sich: Das Smartphone ist längst ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden: Nahezu alle Jugendlichen und Erwachsenen in der Schweiz besitzen mindestens 1 Gerät.

Mehr als 2 Millionen Personen mit deutlichen Anzeichen

Fast ein Drittel der Befragten zeigt deutliche Anzeichen von Nomophobie. Hochgerechnet sind das mehr als 2 Millionen Personen in der Schweiz. Weitere 7 Prozent zeigen sogar ausgeprägte Anzeichen.

«Das Smartphone ist für viele die digitale Nabelschnur zur Aussenwelt geworden. Wenn schon ein leerer Akku oder fehlender Empfang Angst auslöst, zeigt das, wie stark unser Sicherheitsgefühl an diesem Gerät hängt. Die Ergebnisse sind ein Anlass, den eigenen Umgang mit dem Handy kritisch zu hinterfragen», sagt Comparis-Digital-Experte Jean-Claude Frick.

Überdurchschnittlich häufig von Smartphone-Abhängigkeit betroffen sind die 16- bis 35-Jährigen: Fast die Hälfte weist mindestens deutliche Anzeichen von Nomophobie auf. 4 von 10 zeigen deutliche und weitere 8 Prozent ausgeprägte Anzeichen. Bei den 36- bis 55-Jährigen zeigt knapp ein Drittel deutliche Anzeichen, bei den über 56-Jährigen nicht einmal jeder Fünfte (19 Prozent).

«Für die Generation, der unter 35-Jährigen ist, das Smartphone das Epizentrum ihres sozialen Lebens: Freundschaften, Information, Unterhaltung und gesellschaftliche Teilhabe sind komplett darin gebündelt. Wer das Handy verliert oder offline ist, verliert gefühlt den Anschluss an den Freundeskreis.», sagt Comparis-Digital-Experte Jean-Claude Frick.

Röstigraben treibt die Smartphonesucht

Das Smartphone hat die Bevölkerung in den verschiedenen Sprachregionen unterschiedlich stark im Griff: In der französischsprachigen Schweiz weisen 37 Prozent deutliche Anzeichen von Nomophobie auf. In der Deutschschweiz sind es dagegen 28 Prozent.

Bei einzelnen Symptomen öffnet sich die Schere noch weiter: So geben 42 Prozent der Romands an, dass der Gedanke, mindestens 24 Stunden ohne Smartphone zu sein, sie unruhig macht. In der Deutschschweiz sind es nur 29 Prozent. Fehlt Mobilfunkempfang oder Internetverbindung, fühlen sich 40 Prozent der Romands ängstlich – doppelt so viele wie in der Deutschschweiz (20 Prozent).

«Dass sich beim Smartphone-Entzug ein so deutlicher Röstigraben zeigt, ist bemerkenswert, spiegelt aber generell unterschiedliche digitale Nutzungsgewohnheiten wider. Aus Erhebungen wie der JAMES-Studie und dem Digimonitor wissen wir, dass Westschweizerinnen und Westschweizer Soziale Medien und digitale Angebote deutlich intensiver zur Information und Unterhaltung nutzen als die Deutschschweiz», meint Digital-Experte Frick.

Häufigste Symptome von Handyabhängigkeit

Am häufigsten zeigt sich Handyabhängigkeit bei der dauernden Überprüfung des Smartphones, um keine Nachrichten oder Anrufe zu verpassen: 50 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu. An zweiter Stelle folgt der Stress, wenn das Smartphone nicht mitgeführt wird (35 Prozent). Mit 34 Prozent nennen die Befragten an dritter Stelle die Nervosität bei tiefem Akkustand.

Tipps für Handy-User

  • Display nach unten: Um sich vor ständiger Ablenkung zu schützen, hilft es am meisten, das Handy ausser Reichweite zu haben oder zumindest so hinzulegen, dass das Display nicht sichtbar ist.
  • Nachrichtentöne ausschalten: In Situationen, in denen volle Konzentration nötig ist, ist es nützlich, alle Nachrichtentöne abzuschalten.
  • Fokus-Modus aktivieren: Fixe Setups für die Benachrichtigung helfen, in unterschiedlichen Situationen nur die relevanten Infos zu empfangen.
  • Zeitlimits festlegen: Zeitlimits für einzelne Apps und ein regelmässiges Überprüfen der eigenen Smartphone-Nutzung fördern den bewussteren Umgang mit dem Smartphone.

Comparis

Mit über 80 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien. Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz von Konsumentinnen und Konsumenten. Das Unternehmen wurde 1996 vom Ökonomen Richard Eisler gegründet und ist in Privatbesitz. Das Unternehmen gehört heute noch zur Mehrheit dem Gründer Richard Eisler. Es sind keine anderen Unternehmen oder der Staat an Comparis beteiligt.

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