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Management, eCommerce & Retail, Marketing

TikTok bietet neue Chancen zur Monetarisierung im Affiliate Marketing

cmm360 - 21. Juni 2021

Autor: Frank Sterzinsky, Business Unit Leiter bei LÖWENSTARK Brand Marketing GmbH

Die Videoplattform TikTok hat bisher nur wenige Möglichkeiten zur Monetarisierung im Rahmen des Affiliate Marketings geboten. Das ändert sich mit der Kooperation zwischen TikTok und Shopify: Creator und Händler erhalten mehr Möglichkeiten, um zueinanderzufinden und Geld zu verdienen.

Die Kurzvideo-App TikTok erfreut sich immer größerer Beliebtheit und hat sich neben großen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube mehr als etabliert. Weltweit gibt es 800 Millionen aktive TikTok-Nutzer, in Europa sind es mehr als 100 Millionen User, die die App mindestens einmal im Monat aufrufen. Das belegen offizielle Nutzerzahlen von TikTok. Gerade innerhalb der jüngeren Zielgruppe nimmt die Plattform einen großen Stellenwert ein. 69 Prozent der aktiven User sind zwischen 16 und 24 Jahre alt, lediglich 15 Prozent sind älter als 35 Jahre. Damit bietet die Plattform für Unternehmen jede Menge Potenzial, sich neue Zielgruppen zu erschließen oder ihre bisherige Zielgruppe auch auf diesem Kanal direkt anzusprechen. Während es bislang nur wenige Monetarisierungsfunktionen auf TikTok gab, ergeben sich durch die Partnerschaft mit Shopify völlig neue Chancen für das Affiliate Marketing.

Bisherige Möglichkeiten für Affiliate Marketing auf TikTok

Anders als Facebook oder Instagram ist TikTok eine reine Videoplattform, die lediglich zusätzliche Funktionen eines sozialen Netzwerkes bietet. Nutzer können Hashtag-Challenges starten, um andere User zum Teilen von Content zu animieren. Inzwischen bietet TikTok aber auch Unternehmen immer mehr Möglichkeiten, auf der Plattform aktiv zu werden. Dazu gehört etwa der Launch eines Video Editors, mit dem Unternehmen Videos im Stil der User erstellen können. Darüber hinaus können Nutzer mit dem TikTok Ads Manager Werbekampagnen mit unterschiedlichen Werbezielen starten. Neben diesen Optionen war Affiliate Marketing auf TikTok bisher dagegen nur bedingt möglich. Creator konnten beispielsweise in einem Video einen Rabatt-Code einbinden oder auf ihrer Profilseite einen Produktlink veröffentlichen, über den User Einkäufe direkt bei einer Marke tätigen. Eine wirkliche Monetarisierung konnte damit jedoch nicht erzielt werden.

Mit Affiliate Marketing Geld verdienen

Dabei ist das Affiliate Marketing bekanntlich eine erfolgreiche Möglichkeit, Umsatz zu generieren. Interessant ist das insbesondere für Webseitenbetreiber, Blogger oder Social-Media-Nutzer, die in den Suchmaschinen über gute Reichweite und Rankings verfügen. Diese können als Affiliates mit einem Verkäufer (engl. merchant) partnerschaftlich zusammenarbeiten, indem sie diesem auf ihrer Seite eine Werbemöglichkeit zur Verfügung stellen, die zum Beispiel auf den Online-Shop verlinkt. Sie erhalten eine Provision, wenn der Kunde den Werbelink anklickt (Pay per Click), einen Kauf darüber tätigt (Pay per Sale), einen Download startet oder sich beim Newsletter anmeldet (Pay per Lead). Der einfachste Weg, über den Affilliate Publisher und Merchants zusammenkommen können, ist über ein Affiliate-Netzwerk. Technische Plattformen wie Affilinet oder Awin fungieren als Vermittler und verwalten unter anderem die Kampagnen, das Tracking und die Zahlungsmodelle.

Partnerschaft zwischen TikTok und Shopify eröffnet neue Optionen zur Monetarisierung

Mit der im Oktober 2020 eingegangenen Kooperation zwischen TikTok und der E-Commerce-Plattform Shopify ergeben sich auf der Videoplattform völlig neue Optionen zur Monetarisierung mittels Affiliate Marketing. Seit Februar 2021 haben auch deutsche Webseitenbetreiber Zugriff auf die neuen Funktionen. Sie können mit der Awin-App in Shopify selbst als Merchant auftreten und direkt aus der Shopify-App heraus auf den TikTok Ads Manager zugreifen und einen Tracking-Pixel einbinden. Auf diese Weise erhalten sie die Möglichkeit, Werbevideos im Stil der User zu erstellen und als Werbeanzeige auf CPC- (Cost per Click) oder TPK-Basis (Tausend-Kontakt-Preis) zu schalten und auszuwerten. Creator können die Produkte auf Provisionsbasis einbinden und werden somit zu Affiliate Publishern während Webseitenbetreiber auf TikTok mehr Reichweite generieren.

Bislang ist unklar, ob der TikTok Creator Marketplace als Vermittler zwischen Werbetreibenden und Creatorn agiert. Sicher ist dagegen, dass Unternehmen und Händler dank der Partnerschaft auf TikTok nicht nur mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit erhalten und ihre Brand Awareness stärken. Mit den neuen Möglichkeiten in Bezug auf das Affiliate Marketing generieren sie potenziell mehr Verkäufe und (Neu-)Kunden. Studien, wie etwa die Kantar-Studie (2021), belegen, dass die TikTok-Inhalte User zu einem Kauf animieren. Für Unternehmen bietet sich so die Chance, mit der Community und ihrer Zielgruppe direkt und authentisch in Verbindung zu treten. Die Kooperation ermöglicht es, dass zueinanderpassende Affiliates und Merchants auf TikTok schneller zusammenfinden und voneinander profitieren. Zudem erhalten Creator ein Instrument, um mit ihren Videoclips Geld zu verdienen. Es bleibt abzuwarten, ob Shopify in Zukunft sogar als eigenständiges Affiliate Netzwerk fungieren könnte und nach TikTok auch weitere Social-Media-Plattformen wie Facebook, Pinterest oder Instagram ins Boot holt.

Fazit: Die Zusammenarbeit von TikTok und Shopify versetzt Creator und Händler in die Lage, auf der Videoplattform schnell und einfach Werbekampagnen zu starten und damit mehr Verkäufe zu generieren. Affiliate Publisher und Merchants können deutlich einfacher passend zu ihrem Content und ihren Produkten zusammenfinden. Sollte Shopify in Zukunft als Affiliate Netzwerk fungieren, bieten sich weitere Chancen, neue Zielgruppen und Kunden zu erreichen.

Über den Autor

Frank Sterzinsky leitet seit Januar 2021 die Unit Brand Marketing bei der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Die Full-Service-Agentur hat in 18 Jahren bereits über 2.500 Kundenprojekte erfolgreich realisiert. An inzwischen 10 Standorten im gesamten D-A-CH-Gebiet werden sowohl SEO-, SEA-, Affiliate-Marketing-, E-Mail-Marketing- als auch Social Media- und Branding-Strategien in Programmatischen Kampagnen für Kunden aller Branchen entwickelt und betreut. Zuvor war Sterzinsky CMO und Leiter Marketing und Vertrieb bei der AKAD University sowie in Führungspositionen bei verschiedenen Agenturen tätig.

 

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