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Technologie, Swisscom, VMware

Swisscom erschliesst Cloud-Choice-Geschäft mit Kubernetes

cmm360 - 26. Juni 2020

Swisscom ist der marktführende Telekommunikationsanbieter der Schweiz und eines der einflussreichsten IT-Unternehmen. Um neue digitale Services schneller auf den Markt bringen zu können, will Swisscom noch schneller und effizienter Anwendungen entwickeln. VMware Enterprise PKS unterstützt Swisscom dabei, eine führende Position im aufstrebenden Kubernetes-as-a-Service (KaaS)-Markt aufzubauen. Die Lösung reduziert Entwicklungskosten, verkürzt Entwicklungszeiten und vergrössert mit Cloud-Choice-Optionen die Entscheidungsfreiheit für Anwendungen in der Cloud. Gleichzeitig bekräftigt Swisscom damit die langjährige strategische Partnerschaft.

Anwendungen schneller und erfolgreicher entwickeln

Swisscom ist Marktführer in der Telekommunikationsbranche. Dennoch erkennt das Unternehmen im Wettbewerb mit neuen Anbietern von disruptiven Business-Modellen die Notwendigkeit, eine Diversifizierung seiner Ertragsquellen anzustreben. Um rückläufige Umsätze im konventionellen Telekommunikationssektor auszugleichen, will Swisscom ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und Aspekte wie Customer Experience, operative Exzellenz und neue Wachstumsmöglichkeiten stärker in den Mittelpunkt stellen. „Die Einnahmen aus Fest- und Mobilfunknetzen kennen nur eine Richtung”, bringt es Olivier Fournier, Senior Engineer DevOps bei Swisscom, auf den Punkt. „Inzwischen sind wir überwiegend als IT Full Service Provider tätig und arbeiten mit vielen der grössten Unternehmen in der Schweiz zusammen.”

Das Unternehmen stellt eine zunehmende Zahl an Cloud-Services bereit. Swisscoms Enterprise Service Cloud liefert Infrastruktur aus der Cloud, die sich nahtlos mit on-premise- und virtuellen privaten Systemen verbinden lässt. Das funktioniert bei Swisscom nur ‘as-a-service’. Um neue digitale Services noch schneller auf den Markt bringen zu können, will Swisscom Geschwindigkeit und Effizienz in der Anwendungsentwicklung massgeblich erhöhen. Dies soll aber nicht nur eigenen Workloads zugutekommen. Als IT Service Provider will Swisscom auch Geschäftskunden mit ‘Kubernetes-as-a-Service’ unterstützen. Kubernetes ist ein Open-Source-System für die automatisierte Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von containerisierten Anwendungen. Es gruppiert die Container, aus denen eine Anwendung besteht, in logische Einheiten, die mühelos verwaltet werden können. Als Open-Source-System bietet Kubernetes die Freiheit, auf on-premise-, Hybrid- oder Public Cloud-Ressourcen zurückzugreifen, sodass Nutzer Workloads je nach Bedarf problemlos verschieben können. Swisscom muss Kubernetes sicher und einfach handhabbar in multiplen Cloud-Umgebungen wie Azure, AWS oder Google Cloud Platform ausführen können. „Massgabe war, dass wir mehrere Kunden in derselben Infrastruktur unterbringen mussten”, erläutert Fournier.

Hosting mehrerer Kunden – mit grösserer Sicherheit

Swisscom hat nun die Möglichkeit, Kubernetes für Multi Cloud-Unternehmen und Service Provider zugänglich zu machen. Dieser Schritt ist die neuste gemeinsame Initiative in der inzwischen langjährigen Zusammenarbeit. Enterprise-Features wie ein verbessertes Sicherheitskonzept, Hochverfügbarkeit, Rolling Upgrade, kontinuierliche Integritätsüberwachung und Self-Healing-System eignen sich hervorragend für die Ausführung kritischer Produktions-Workloads.

VMware Enterprise PKS bewältigt ein breites Spektrum an Kubernetes-Herausforderungen wie Networking, Sicherheit, Speicherung, Monitoring und Logging. Erreicht wird das mithilfe einer Sicherheitslösung sowie durch Integration anderer Produkte in die Lösung. Diese läuft nahtlos auf VMware vSphere sowie auf Public Clouds wie Google Cloud Platform, Amazon EC2 und Microsoft Azure.

Der Einsatz von NSX-T Data Center, so Fournier, war entscheidend, um die Kunden-Workloads strikt getrennt halten zu können: „Nur so können wir die Daten vieler Kunden ohne Risiko von „Data Bleeds“ hosten. Und diese klare Trennung müssen wir sicherstellen.” Wir können nachweisen, dass die Daten sicher sind.“ Auch andere Möglichkeiten standen laut Fournier zur Debatte, so auch die Idee, selbst Kubernetes-as-a-Service aufzubauen. „Aber ein kleines Team hätte das gar nicht schaffen können. Das Schöne an der Lösung ist, dass es sich nahtlos in unsere bestehende Umgebung integrieren liess. So konnten wir unseren K8s Service mit einem geringen Ressourceneinsatz entwickeln und in Betrieb nehmen.”

Enge Beziehung zu grossen Unternehmenskunden

Die erfolgreiche Einführung von KaaS stärkt die Position von Swisscom auf dem Schweizer Markt und macht hochwertige IT-Services für Unternehmenskunden im ganzen Land zugänglich. Damit unterstützt dieser Schritt den Innovationsprozess und die digitale Transformation für Swisscom und ihre Kunden. Seit Inbetriebnahme im Sommer 2019 wurden nach Aussage von Fournier bereits die Entwicklungskosten reduziert, Time-to-Market verkürzt und durch Cloud-Choice-Optionen mehr Entscheidungsfreiheit bei den Anwendungen gebracht. Und alles lässt sich von einem kleinen Team bewältigen. Ebenso wichtig ist die Tatsache, dass damit die strategische Partnerschaft gestärkt wird. „Die Multi-Tenancy-Architektur war der wichtigste Aspekt, aber nicht von Beginn an gegeben. Wir haben gemeinsam daran gearbeitet, diese Fähigkeit zu gewährleisten. Das war für uns von höchster Priorität und zeigt, dass es hier um mehr geht als um eine reine Kunde-Lieferant-Beziehung.”

Die erfolgreiche Einführung von KaaS entspricht dem Marktbedarf: Immer mehr Unternehmenskunden entwickeln neue Services, die auf Containern basieren, oder verlagern bestehende Workloads in Container. Bei Swisscom profitieren die Kunden vom Verbleib der Daten in der Schweiz und von der Flexibilität der Cloud-Technologie. Fournier sieht KaaS als Anknüpfungspunkt für weitere Enterprise Services: „Über diesen Business Enabler gewinnen wir neue KaaS-Kunden, denen wir zusätzliche Services anbieten können.” Swisscom übernimmt eine Führungsrolle in diesem neuen Markt ein und kann die eigenen strategischen Beziehungen zu wichtigen Unternehmenskunden stärken. Genauso wie die enge Zusammenarbeit von beidseitigem Nutzen ist – Swisscom hat Zugang zu einem Produktspezialisten und lernt dessen Technologie-Roadmap kennen – rückt Swisscom, so Fournier, auch näher an die eigenen Unternehmenskunden: „Wir erhalten Live-Feedback dazu, wie sich KaaS in der Praxis bewährt, und können die Herausforderungen unserer Kunden besser nachvollziehen. Und gleichzeitig nehmen die Kunden Swisscom als kundennahen Marktführer war.“

Blick in die Zukunft

Die Zukunft verspricht weitere Wachstumsraten für Cloud-Services bei den Schweizer Unternehmen. Swisscom rechnet damit, dass neben Entwicklern auch zunehmend normale Business-Nutzer ihre Workloads in die Cloud verschieben.

Jetzt untersucht Swisscom den Einsatz weiterer Lösungen, um cloud-native Anwendungen zu entwickeln und zusammen mit bestehenden Apps auf derselben Enterprise-Plattform zu betreiben. Interessiert ist Swisscom auch an der Möglichkeit, Innovation zu beschleunigen, indem Container und virtuelle Maschinen auf der Plattform mit nativen Kubernetes-Applikationen gebündelt werden. „Eine unserer grössten Herausforderungen wird es im nächsten Jahr sein, mit der Multi-Cloud-Technologie auf breiter Linie erfolgreich zu werden. Wir sind überzeugt, dass uns die Lösungen in dieser Hinsicht helfen werden”, sagt Fournier.

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