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Technologie, Cloud, Dateninfrastruktur, Netzwerkmanagement

Optimierung interner IT-Strukturen: Wie sich die passende Cloud-Strategie für das eigene Unternehmensnetzwerk finden lässt

cmm360 - 12. März 2021

Autor: Santiago Caneiro, Country Manager von GTT Switzerland

Das letzte Jahr hat Unternehmen zu einer beschleunigten digitalen Transformation und zu massiven Änderungen in ihren Infrastrukturen gezwungen. Viele IT-Verantwortliche haben in diesem Zuge die Agilität und Sicherheit ihrer Netzwerke in den Vordergrund gestellt. Denn Mitarbeiter müssen weiterhin sicher, zuverlässig und flexibel auf Daten und Anwendungen zugreifen können, unabhängig davon, ob im Büro, Homeoffice oder unterwegs. Die Lösung für dieses Problem bestand für zahlreiche Unternehmen in Cloud-Diensten. Jedoch müssen IT-Leiter, abgesehen von der Cloud-Adoption, auch Entscheidungen mit Hinblick auf die Konnektivität der gewählten Cloud-Lösung treffen.

Die passende Strategie hängt besonders vom gewählten Cloud-Modell ab: Auf der einen Seite gibt es SaaS-Anwendungen (Software-as-a-Service), die durch die Cloud über das öffentliche Internet zugänglich sind. Auf der anderen Seite gibt es Cloud-Infrastrukturen (IaaS: Infrastructure-as-a-Service), die von Cloud-Service-Providern bereitgestellt werden. Hierbei gilt es, ein paar Aspekte bei der Wahl des richtigen Angebots zu beachten.

Zugang zu den wichtigsten SaaS-Anwendungen

SaaS-Anwendungen sind direkt über das öffentlich zugängliche Internet verfügbar und erfordern keine private Verbindung zwischen dem Unternehmen und dem jeweiligen SaaS-Anbieter. Für eine erfolgreiche Anmeldung muss der Anwender lediglich im Browser auf die URL des Anbieters zugreifen können, was eine hohe Benutzerfreundlichkeit bedeutet. Allerdings besteht hier das Risiko auf eine langsame Internetverbindung oder eine ineffiziente beziehungsweise unzureichende Konnektivität des SaaS-Anbieters. Die Qualität der Internetverbindung (Latency, Jitter, und gutes Netzwerkpfad-Peering) sowie die Sicherheit der End-to-End-Verschlüsselung sind jedoch für eine gute Nutzererfahrung entscheidend. Demnach ist es bei der Wahl eines passenden Service-Providers (ISP’s) für Internetdienste wichtig, zu verstehen, wie Provider kategorisiert werden und warum es einen Unterschied bei der Qualität der bereitgestellten Internetdienste gibt.

Netzwerke in Tier 1, 2 und 3

Netzwerke werden in unterschiedliche Tiers eingestuft. In der Tier-1-Gruppe gibt es nur eine kleine Anzahl an Internet-Service-Providern, die gemeinsam das Rückgrat des globalen Internets darstellen. Das gelingt dank ihrer grossen Vernetzungsdichte, der globalen Reichweite und einem hohen Traffic-Volumen zu Hyperscalern. Tier-1-Netzwerke sind in der Regel umfassend mit den großen SaaS-Anbietern vernetzt. Daher können sie den Datenverkehr von den Benutzern zu den Anwendungen mit weniger Zwischenschritten (hops) und weniger Leistungsbeeinträchtigung steuern. Dies gewährleistet einen zuverlässigeren Zugriff auf die Public Cloud und eine bessere Performance für SaaS-Anwendungen.

Deutlich mehr Anbieter gibt es in Tier 2 und Tier 3. Sie bieten ihre Dienste auf regionaler oder nationaler Ebene an und ergänzen in diesem Bereich den Umfang und die Reichweite des Internets. Solche Provider nutzen Tier-1-Netzwerke, um Zugang zu einem Teil des globalen Internets zu erhalten. Gleichzeitig tauschen sie sich aber auch untereinander aus. So optimieren sie die Leistung des Datenverkehrs, der zwischen den Endverbrauchern innerhalb einer Region vorherrscht und bieten besonders kleinen, regionalen Unternehmen mit einem Traffic-Profile-Mix einen Mehrwert, wenn sie lokale Zieladressen bevorzugen. Im Vergleich zu Netzwerken aus Tier 2 und 3 sind jedoch die Tier-1-Netzwerke bei der Gesamtleistung im Vorteil. Sie bieten durch eine größere Kontrolle des Datenverkehrs bessere SLAs (Service-Level-Agreements) und eine konsistentere Qualität des Netzwerks.

Direkte Konnektivität zu großen CSPs

SaaS-Anwendungen sind üblicherweise auf eine hohe Erreichbarkeit über das Internet ausgelegt und erfordern für Workloads in privaten Cloud-Umgebungen einen anderen Ansatz. Will ein Unternehmen seine Kernanwendungen in der Cloud und im lokalen Rechenzentrum ausführen, stehen viele Konnektivitätsoptionen zur Verfügung. Oftmals stellen sie jedoch nur eine Erweiterung des jeweiligen Unternehmens-Netzwerkes dar. Demnach sollte bei der Auswahl eines Anbieters darauf geachtet werden, dass bereits eine direkte Konnektivität sowohl mit Cloud-Service-Providern als auch mit lokalen Access-Providern besteht. So lässt sich die optimale Leistung gewährleisten.

Ähnlich zu SaaS-Anwendungen verfügen Tier-1-Netzwerke bereits über mehr Verbindungen und Bandbreite zu großen Cloud-Anbietern. Gut angebundene Provider können demnach einen „Cloud Connect“-Service anbieten. Hierbei handelt es sich um eine sichere, private Verbindung mit geringer Latenz und einem direkten Zugang zu Cloud-Service-Providern. Das verhindert Netzwerkprobleme im öffentlichen Internet und verbessert die Leistung von Cloud-Anwendungen. Ein solcher Netzwerkanbieter kann dabei helfen, potenzielle Service-Einbussen für die Endnutzer zu vermeiden.

Darüber hinaus gewähren die meisten Cloud-Betreiber bei der Nutzung von Direktverbindungen deutliche Preisnachlässe. Durch die Nutzung dieser Direktverbindungen können die Kosten bei der Datenübertragung deutlich gesenkt werden. Wenn ein Netzwerkanbieter sowohl Cloud-Konnektivität als auch neue Services und Anwendungen bereitstellt, hilft dies Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse. So lässt sich ihre Marktposition verstärken.

Integration der Cloud in das WAN

Schwierigkeiten bei der Umstellung auf die Cloud entstehen, wenn Unternehmen nur über eine begrenzte Internetkonnektivität in ihrem WAN verfügen – egal ob sie SaaS oder IaaS nutzen. Denn der Datenverkehr wird zu einem zentralen Standort im privaten Netz geleitet, bevor er überhaupt in das öffentliche Internet geleitet wird. Ein solches Legacy-WAN-Modell ist unflexibel, teuer und ungeeignet für eine Cloud-Migration. In diesen Fällen empfiehlt sich ein SD-WAN (software-defined-WAN) – eine Technologie, die das Wide Area Network für Unternehmen in kürzester Zeit umgestalten kann. Hier können sich Benutzer aus einer Vielzahl von Umgebungen mit Anwendungen und Daten aus Rechenzentren und Clouds auf der ganzen Welt verbinden. Als Overlay-Technologie kann SD-WAN je nach Bedarf alle Arten von Netzwerkverbindungen intelligent nutzen – sowohl über MPLS als auch über kostengünstigere Internetverbindungen wie 4/5G und LTE. Außerdem bietet es eine bessere Sichtbarkeit und das Management von hybriden Netzwerkmodellen lässt sich auf diese Weise optimieren.

Mit einem gut konzipierten SD-WAN können Unternehmen in kürzester Zeit neue Standorte hinzufügen oder entfernen. Aber auch die Bereitstellung der Bandbreite, die dynamische Verwaltung von Anwendungen und die Echtzeit-Reaktion auf sich ändernde Netzwerkverbindungen sind mit einem SD-WAN möglich, um die Leistung geschäftskritischer Dienste sicherzustellen. Die größte Stärke eines SD-WAN liegt aber in seiner Cloud-Konnektivität: Unternehmen können dadurch auch für Cloud-Anwendungen anwendungsspezifische Routing-Richtlinien und -Prioritäten erstellen – unabhängig von deren Ursprung. Auf diese Weise lassen sich Benutzer über die bestmögliche Internetverbindung zu ihren SaaS-Anwendungen leiten und gleichzeitig direkt mit einer privaten App in der Cloud verbinden – über dieselbe Infrastruktur.

Integrierte Schutzmöglichkeiten mit VPN

SD-WAN vereint demnach die Vorteile der internetbasierten SaaS-Konnektivität mit der Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit der direkten Verbindung zu CSPs. So ist beispielsweise die Integration von Schutzfunktionen ist mit SD-WAN viel einfacher. Außerdem ermöglicht SD-WAN Anpassungen der Leistung und leichte Änderungen im gesamten Netzwerk. Hierbei werden Vorlagen verwendet, um alle erforderlichen Änderungen zu beschleunigen.

Da derzeit viele Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz nach Hause verlagern, benötigen Unternehmen eine Infrastruktur, die ihnen überall und zu jederzeit einen vollständigen sowie zuverlässigen Zugang bietet. Eine VPN-Lösung ist hierfür der Schlüssel, unterstützt eine digitale Transformation und weitet das Unternehmens-WAN auf Remote-Benutzer aus. So lässt sich durch strenges Identitätsmanagement und eine Kontrolle an den „neuen“ Netzwerkgrenzen eine zuverlässige Sicherheit gewährleisten.

Agilität durch die richtige Cloud-Konnektivität

Flexibilität und Agilität sind weiterhin essenziell, wenn Unternehmen ihre Cloud-Strategie implementieren und weiterentwickeln wollen. Da die Cloud dabei hilft, die Produktivität zu steigern und effektiver zu arbeiten, stehen auch die jeweiligen Cloud-Anwendungen selbst oft im Mittelpunkt. Hier sollte immer besonders die gesamte Konnektivität und WAN-Strategie berücksichtigt werden, denn so lässt sich gewährleisten, dass der Zugriff auf die Cloud kosteneffizient und mit hoher Performance erfolgt.

Doch nicht alle Netzwerke sind gleich. Umso wichtiger ist es, nach geeigneten Optionen zu suchen, die speziell auf einen flexiblen, zuverlässigen und sicheren Zugriff auf die Cloud-basierten Anwendungen und Services ausgelegt sind. Auch die Verwaltung der immer komplexeren Infrastrukturen lässt sich durch neue Technologien wie SD-WAN enorm vereinfachen. Dadurch verbessern Unternehmen ihre Reaktions- und Leistungsfähigkeit. Über die Kooperation mit einem etablierten Managed-Service-Provider, der seine Kapazitäten an die Bedürfnisse seiner Kunden individuell anpassen kann, stellen Unternehmen sicher, dass stets die richtige Konnektivität vorhanden ist. Auf diese Weise lassen sich die strategischen Cloud-Computing-Ziele optimal erreichen.

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