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Management, Cloud, Digitalisierung, Gesundheitswesen / Healthcare

Digitale Ideen sorgen für frischen Wind im Gesundheitswesen

cmm360 - 2. März 2021

Autorin: Yvonne Bettkober, General Manager für Amazon Web Services in der Schweiz

Die Corona-Krise weckt bislang nicht ausgeschöpfte Potenziale in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Neue Möglichkeiten bei der Diagnose, grössere Erfolge durch eine medizinische Behandlung, die auf den Patienten zugeschnitten ist, sowie eine bessere Kommunikation zwischen Arzt, Patient und anderen Akteuren des Gesundheitswesens: Die Digitalisierung beschäftigt die Branche nicht erst seit der Covid-19-Pandemie. Doch unter dem hohen Druck, die Krise zu meistern, zeigt sich ihre Innovationskraft an vielen frischen Ideen.

Bereits heute bieten neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) vielversprechende Möglichkeiten – etwa bei der Früherkennung von Krankheiten oder der Prognose von Krankheitsverläufen. Laut dem DigitalBarometer von Apropos Swiss, einer Initiative, die den Menschen ins Zentrum der digitalen Transformation setzt, soll KI-Ärzte nicht ersetzen, sondern ihnen als Entscheidungshilfe dienen. Beispiele sind KI-gestützte Hirnscans zur Identifikation spezieller Arten von Depressionen, die Zustandsanalyse von Komapatienten oder die frühzeitige Erkennung von Alzheimer. Im Hinblick auf Diagnose und Therapie, aber auch in der Vorsorge und Nachsorge kann dadurch die Lebensqualität vieler Menschen verbessert werden.

Allerdings kommt die Digitalisierung trotz dieses grossen Potenzials nur langsam voran. Wie weit der Weg noch ist, zeigt eine kürzlich durchgeführte Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach ist das Schweizer Gesundheitswesen in Sachen Digitalisierung im internationalen Vergleich mit 13 EU- und 3 OECD-Ländern weit abgeschlagen und belegt den 14. und damit viertletzten Platz. Gemäss der Studie habe die Schweiz «den Anschluss an andere digitalisierte Länder noch nicht gefunden». Dies liegt daran, dass sich die Implementierung digitaler Gesundheitsdienste wie das elektronische Patientendossier (EPD), Telemedizin, E-Rezepten oder das elektronische Impfdossier noch in der Einführungsphase befinden, während sie in anderen europäischen Ländern bereits Standard sind.

Um dem entgegenzuwirken, setzt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz mit der aktuellen Strategie „eHealth Schweiz“ die Schwerpunkte darauf, Digitalisierung zu fördern, abzustimmen, zu koordinieren sowie diese zu befähigen. Ziele sind die Etablierung des elektronischen Patientendossiers, die Ermöglichung der Mehrfachnutzung von Daten und Infrastrukturen sowie die Unterstützung der Bevölkerung, damit sie kompetent, verantwortungs- und risikobewusst mit digitalen Gesundheitsdaten umgehen kann.

Die Krise hat das Potenzial, eine neue Antriebsfeder für die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu werden. So gibt es neben der Diagnose und Therapieforschung mittlerweile zahlreiche digitale Projekte zur Pandemie-Bekämpfung, sowohl auf globaler Ebene als auch im DACH-Raum.

Die Cloud spielt eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung und liefert eine Grundlage für die Zusammenarbeit diverser Teilnehmer des Gesundheitssystems – auch ohne tiefe technologische Expertise. Mit solchen Cloud-Diensten können die enormen Datenmengen im Gesundheitswesen kostengünstig gespeichert und verarbeitet werden. Zudem stehen schlüsselfertige Dienste für Datenanalysen sowie moderne Verfahren wie maschinelles Lernen und KI zur Verfügung.

Die Vernetzung zwischen Cloud-Anbieter und Ideenträger

Damit neue Ansätze realisiert werden können, brauchen die Ideenträger flexible Lösungen, die es ihnen erlauben, ihre Idee schnell in die Tat umzusetzen. Dies ist eine Stärke, die gerade die Cloud mit sich bringt. Mit ihr können kurzfristig IT-Ressourcen bezogen und genau auf den eigenen Bedarf ausgerichtet werden, wobei nur für die Ressourcen bezahlt wird, die auch tatsächlich genutzt wurden. Vor allem seit Covid-19 ist die sichere und reibungslose Kommunikation zu einem elementaren Baustein geworden, um die Geschäftskontinuität sowie die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für Organisationen in systemkritischen Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Lebensmittelherstellung, des Lebensmitteleinzelhandels und der Logistik. Um diese Organisationen während der Krise zu unterstützen, hat Beekeeper ein Covid-19-Paket für seine Kommunikations-App entwickelt, das es Organisationen ermöglicht, seine Krisenkommunikation für eine kostenlose Testphase in nur 48 Stunden zu starten. Verschiedene Lösungen von AWS ermöglichen eine schnelle Anwendung, weil die Ressourcen kurzfristig skalierbar sind.

Digitale Grundlagen schaffen

Die Covid-19-Pandemie stellt die Medizin wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche vor grosse Herausforderungen. Zugleich zeigt sie, wie viel bis dato ungenutztes Potenzial eine engere Vernetzung des Gesundheitswesens bietet. Mit modernen Entwicklungswerkzeugen, beispielsweise in der Cloud, lassen sich sehr schnell agile Projekte aufsetzen und zum Erfolg führen.

Diese Möglichkeiten sollten auch nach der Krise genutzt werden. Nicht nur die Vernetzung der Wissenschaftler und der Daten- und Wissensaustausch sollten ganz oben auf der Agenda stehen. Auch die Arbeit der IT-Profis, die kluge Ideen der Wissenschaftler in neue Datenmodelle überführen oder hilfreiche Apps für den Alltag von Patienten entwickeln, ist für die Nach-Corona-Ära unerlässlich. Das Gesundheitswesen könnte damit gut durch die diese Krise kommen und dauerhaft profitieren.

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