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Customer Experience & KI

Meike Tarabori: Chefredaktion - 23. März 2021

Management, Kuenstliche Intelligenz (KI) / AI

Die virtuelle Welt wird real

Beat Hochuli: Business ICT-Strategien - 5. Januar 2021

Die Covid-19-Pandemie zwingt uns dazu, das Verhältnis zwischen Realität und Virtualität neu zu überdenken. Das Resultat wird eine KI-Explosion sein, die gängige PR- und Marketing-Tricks obsolet machen wird.

Die knallharte Realität eines mikroskopisch kleinen viralen RNA-Replikators zwingt weltweit ganze Populationen und Volkswirtschaften in virtuelle Lebens- und Arbeitsverhältnisse. So in etwa liessen sich die Ereignisse seit dem Ausbruch und der globalen Verbreitung des Corona-Virus sowie den daraufhin folgenden Lockdowns umschreiben. Damit wurde auch Abermillionen von Menschen praktisch über Nacht klar, wie real die von den digitalen Technologien erzeugten virtuellen Welten und Umgebungen eigentlich sind. Mit anderen Worten: Wer – sei es privat, sei es geschäftlich – immer noch geglaubt hatte, die Information and Communications Technologies (ICT) seien entweder ein "Nice to Have" oder ein blosses notwendiges Hilfsmittel zur Effizienzsteigerung, findet sich jetzt sozusagen in einer „anderen Welt“ wieder.

Versprechungen einhalten

Dies ist ganz wörtlich zu verstehen, denn die Welt vor Corona wird es so, wie sie war, nicht mehr geben. Das heisst ganz und gar nicht, dass von jetzt an – oder auch sobald das Virus weltweit „besiegt“ ist – alles nur noch im Krisenmodus ablaufen wird. Es heisst ganz einfach, dass es keinen Weg mehr zurück gibt in die relativ beschauliche Welt, in der die ICT zwar bereits „immer wichtiger“ wurde, in der aber sowohl seitens der Anwender als auch der Tech-Anbieter immer noch ein recht grosser Spielraum zwischen Anspruch und Wirklichkeit bestand. Denn von jetzt an werden viele PR- und Marketing-Tricks, die in der High Tech Branche gang und gäbe waren und an die man sich gewöhnt hatte, weil sie halt „einfach zum Business dazugehörten“ nicht mehr greifen.

Für die Anbieter – vor allem von Software und digitalen Dienstleistungen – brechen also hektischere Zeiten an. Denn wer zukünftig „bahnbrechende“ Lösungen im Video Conferencing, im Homeoffice, im E-Learning, in der Kollaboration, im Kundendienst, in der Lieferkettenverwaltung, in der E-Healthcare oder im B2C und im B2B Online Handel ankündigt, wird sich mehr denn je an seine Versprechungen halten müssen. Einerseits wird dadurch zwar die Konkurrenzsituation im gesamten ICT-Feld massiv verschärft, andererseits wird die bereits jetzt riesige digitale Technologiebranche einen noch nie dagewesenen Schub erleben. Einen Schub, der stärker sein wird als derjenige in der Internet-Vernetzung während der vergangenen zwanzig Jahre.

Transparent kommunizieren

Die Grundlage dafür bilden die unzähligen Anstrengungen, die im weiten Feld der künstlichen Intelligenz (KI) bereits vor der Corona-Krise unternommen wurden und die seit dem Ausbruch der Pandemie mit Hilfe von milliardenschweren Investitionen quasi in Windeseile weitergetrieben werden. Erste Resultate in Gestalt von intelligenten Tracking-and-Tracing-Apps oder digitalen Tokens (wie in Singapur) sind nur die Spitze des Eisbergs. Sie stechen natürlich hervor und werden auch in den Mainstream Medien breit diskutiert, weil sie bezüglich Datenschutz berechtigterweise Anlass zur Sorge bieten. Genau diesen Anlass zur Sorge werden auch zahllose künftige KI-Komponenten bieten, die sich mit hoher Wirksamkeit in praktisch allen privaten und geschäftlichen Software-Lösungen und sogar in „eingebetteten“ Hardware-Komponenten „verstecken“ werden.

Allerdings kann man dies nicht einfach irgendeiner „gefährlichen Super-KI“ anlasten. Denn wie gesagt: Die digital-virtuelle Welt wird „realer“ - und soll es auch werden. Und demokratisch verfasste Gesellschaften sollten eigentlich in der Lage sein, Risiken transparent zu kommunizieren, zu diskutieren und entsprechende Persönlichkeitsschutzmassnahmen zu ergreifen.

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