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Management, Banking, Versicherung, FinTech

Auf den Zug aufgesprungen - Wie Versicherungen den Bereich FinTech für sich nutzen

cmm360 - 29. April 2020

Autor: Matthias Stauch ist Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer der INTERVISTA AG

Noch immer gehört die Digitalisierung zu den wichtigsten Entwicklungen und Trends in unterschiedlichen Branchen. Zu den sich am schnellsten verändernden Märkten in diesem Zusammenhang zählt der Bereich FinTech – immer mehr alteingesessene Banken und Finanzunternehmen müssen sich den Start-ups aus diesem Sektor stellen. Als weitere Herausforderung hat sich nun etwas dazugesellt, das wahrscheinlich kein Unternehmen auf dem Zettel hatte: das Coronavirus. Viele Betriebe kämpfen inzwischen um ihre Existenz, gerade Unternehmen mit veralteten Modellen tun sich schwer. Wer rechtzeitig in neue Technologien investiert hat, verfügt nun über einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Doch auch wer noch Nachholbedarf hat, kann jetzt reagieren. Neben der reinen Digitalisierung der Geschäftsprozesse stehen gerade bei Banken und Finanzunternehmen die Beachtung der hohen Sicherheitsanforderungen der Finanzaufsichten und die Erfüllung der speziellen Sicherungs- sowie Überwachungsrichtlinien im Vordergrund. Möchte sich eine Lösung in diesem Markt behaupten und soll sie gerade in schwierigen Zeiten wie der durch das Coronavirus ausgelösten Pandemie unterstützen, muss sie entsprechende Mechanismen mitbringen. Nur so wird sie dem Vertrauen als großem Wirtschaftsfaktor auch gerecht. Aus diesem Grund haben sich der Spezialist für Identifizierung und Absicherung OpenLimit und der Digitalisierungsexperte INTERVISTA mit dem Ziel zusammengetan, eine Plattform für die vorliegenden Zwecke zu entwickeln.

Gemeinsame Erfahrungen einbringen

Sichere Identifikation des Nutzers, qualifizierte digitale Strukturen und die zertifizierte Ablage von Dokumenten gehören zu den wichtigsten Eigenschaften bei Lösungen von OpenLimit. Von der Digitalisierung durch INTERVISTA – insbesondere in Form der Erfüllung der Anforderungen der Finanzbehörden an eine sichere Software – profitiert beispielsweise das erste echt deutsche InsurTech. Im Gegensatz zu den am Markt befindlichen Versicherungen weist diese Assekuranz zudem einen um den Faktor 3.000 höheren Betreuungsschlüssel von Mitarbeitern zu Kunden auf. Dank dieser überdurchschnittlichen Effizienz entsteht ein besonderer Wettbewerbsvorsprung. Beide Seiten wollen ihre Expertise nun einbringen und eine Plattform an den Start bringen, die eine vereinfachte Kleinkreditmaßnahme für kleine und mittelständische Unternehmen darstellt – in Krisenzeiten ein wichtiges Hilfsmittel für Betriebe. Die Idee: Die Lösung arbeitet mit geringem Aufwand sowie hohen Sicherheitsstandards schnell und einfach. Aufgrund der Anforderungen besteht die Möglichkeit, mehrere Arten von Ausprägungen in dieser Plattform zu entwickeln.

Tiefgehende Prüfung

Über eine Unterteilung der Plattform in verschiedene Bereiche lässt sich die Integration in schon bestehende oder auch in neue, vom Betreiber gewünschte Umgebungen realisieren. Ein Antragsprozess stellt alle relevanten Informationen zur Erfassung und Berechnung von Daten zur Verfügung, um diese normiert und geprüft an das Backend zur Bearbeitung zu übergeben. Gleichzeitig findet eine Prüfung – durch sichere und ausweisunterstützende Verfahren von OpenLimit – von Identifikation und Legitimation statt. Auf diese Weise bleibt gewährleistet, dass der Antragssteller auch der ist, welcher er vorgibt, zu sein. Unsicherheiten etwa im Zusammenhang mit dem Coronavirus machen sich Betrüger zunutze und unterstreichen die Wichtigkeit solcher Funktionen. Abgestimmt mit den deutschen Sicherheitsbehörden und in standardisierter Form sind diese Verfahren aufgrund von international anerkannten Ausweisedokumenten weltweit einsetzbar. Nach der Identitätsprüfung greifen die vom Betreiber vorgegebenen Risk-Management-Prozesse, um die finanzielle Sicherheitsbasis zu geben. Dabei besteht die Möglichkeit, weitere, beispielsweise von den lokalen Aufsichtsbehörden vorgeschriebene, Prüfprozesse einzubinden. Ein Umdenken in Richtung Vereinfachung und Entgegenkommen ist gerade heute unabdingbar und legt den Grundstein, auch noch in Zukunft Erfolg aufzuweisen.

Eingespielte Abläufe

Nach Abschluss des Prüfvorgangs geht der Antrag an eine Prozessmaschine über, die dann die vollautomatisierte weitere Bearbeitung vorgibt. Zu den möglichen Beispielen zählen die Zuordnung von Investor und Kreditnehmer, die Verteilung von Risiken innerhalb eines Verbundes oder die Übermittlung von Information an Lieferanten sowie die Bestellauslösung bei IBIF mit Überwachung des Lieferprozesses. Aufgrund der produktgesteuerten Abarbeitung liegen eine hohe Flexibilität und damit verbunden die notwendige Sicherheit vor, sodass alle Vorgaben erfüllt werden. Auch der gesamte Zahlungsverkehr lässt sich überwachen. Dank dieser eingespielten Abläufe ist es das Ziel, einen solchen Prozess innerhalb sehr kurzer Zeit abzuwickeln – für Unternehmen kann das der entscheidende Faktor sein, weiter bestehen zu können – und beiden Seiten den schnellen und optimalen Erfolg zu garantieren. Hinterlegte Geschäftsprozesse, allgemein beschrieben und durch Produktdefinitionen sehr variabel, verkörpern dabei das Herz der Lösung. Die Vorteile: Es kommt immer der vorgegebene Prozess zum Einsatz und die Variabilität ergibt sich aus der Ausprägung des jeweils angegebenen Produktes. Hohe Abarbeitungstransparenz durch Historisierung von Änderungen und detaillierter Versionierung im System ergänzen das Leistungsspektrum.

Transparenz als Basis der Zusammenarbeit

Wegen ihres prinzipiellen Aufbaus steuern auch externe Systeme wie Apps den Antragsprozess. Dabei müssen alle vorgegebenen Wege und Informationen plausibel sein und wesentliche Abarbeitungspunkte dürfen nicht übersprungen werden. Das bestärkt die Sicherheit, dass auch externe Anbieter immer korrekte und nachvollziehbare Daten liefern. So lässt sich der Prozess sicher abschließen. Er läuft als White Label im Web, als App oder als Schnittstelle für externe Systeme. Je nach Ausprägung des angebotenen Produktes starten Prüfprozesse, die wiederum eigene Überwachungsprozesse steuern. Diese gesamte Logik bildet die Basis für einen transparenten und sicheren Ablauf zwischen den Partnern während der Zusammenarbeit. Auch von außen lässt sich dieser Prozess abfragen und fehlende Informationen können nachträglich ergänzt werden. Das macht eine komplett interaktive und integrierte Steuerung durch eigene Apps möglich.

Absicherung gewährleistet

Mithilfe eines in die Plattform eingebundenen Risk-Managements findet die Durchführung einer Grundprüfung auf der Basis von Vorgabewerten statt. Diese lassen sich variabel für Produkte oder Kundengruppen konfigurieren. Diverse angebundene externe Systeme können außerdem konfigurativ je nach Vorgabe angesprochen werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Black- und Whitelist-Funktionalitäten einzubauen. Prozessbasierte und produktgesteuerte Abläufe ermöglichen es, zuverlässig Risikoentscheidungen zu treffen. Je nach Ausgangssituation und Rahmenbedingungen stehen Unternehmen vor der Aufgabe, auch riskante Wege zu gehen. Nur so schaffen sie es, ihre Stellung zu wahren. Als entsprechendes Hilfsmittel fungiert das Portal. Die genannten Abläufe werden jeweils von dem vom Kunden gewählten Produkt angesteuert – daraufhin lassen sich weitere Entscheidungen treffen. Innerhalb gesteuerter Grenzwerte benötigt es gesonderte Entscheidungen oder Zusatzversicherungen. Verschiedene Varianten ermöglicht die Variabilität des Systems. Für das gesamte Vorgehen gibt es ein Protokoll und alle Schritte bleiben so stets nachvollziehbar. Einzelne Kunden lassen sich ebenso betrachten wie Produkte, um eine Risikoüberwachung durchzuführen. Auf dieser Grundlage entstehen entsprechende Aussagen oder eventuell Alertings. Hohe Komplexität und Variabilität erlaubt die Integration aller denkbaren Überwachungs- und Entscheidungskriterien.

Aufeinander abgestimmt

Zwei Teile bilden den Kern der Lösung: Zum einen gehört die Prozessmaschine zur Vorgabe des Ablaufs dazu, zum anderen wirkt der umfangreiche Produktmodellserver mit. Dieser komplexe und übergeordnete Bereich ermöglicht eine ausführliche Steuerung von Produktinhalten und -abhängigkeiten. Während der Laufzeit lässt sich ein Produkt zudem anpassen oder ein neues hinzufügen. Hier ist die Versionierung ein essenzieller Teilbereich. Wann welches Produkt oder auch ein Teil eines bestehenden Produktes Gültigkeit besitzt, kann so gesteuert werden. Das ermöglicht wiederum die Realisierung besonderer Aktionen über bestimmte Zeiträume, die dann vollautomatisch ablaufen. Zudem enthält der Gesamtprozess Steuerungen der üblichen Abläufe. So bleibt der mit allen Bereichen abgestimmte Prozess im Grundsatz erhalten und kurzfristige Anpassungen können vorgenommen werden, ohne die Abfolge zu stören. Im laufenden Betrieb muss die Plattform also nicht mehr neu programmiert, sondern nur noch konfiguriert werden. Das verspricht Zeitgewinne und Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Abschlüsse managen

Betreiber verwalten Verträge innerhalb der Plattform und bearbeiten sie jederzeit. Änderungen, die auf der Basis der erstellten Prozessabläufe durchgeführt werden können, lassen sich ebenfalls durchführen. Mithilfe von Historisierung gelingt die Nachvollziehbarkeit zu jedem Zeitpunkt – ebenso wie das Rückgängigmachen zum Änderungszeitraum. Weitere Prozesse erfolgen auf der Basis der realisierten Anpassungen. Mit dem Kunden ausgetauschte Dokumente bestätigt die Plattform mithilfe der digitalen Signierung auf Rechtmäßigkeit. OpenLimit führt diese Funktionalität auf der Grundlage von hochsicheren und zertifizierten Techniken durch. Auch ein entsprechendes Dokumentenarchiv ist angebunden: Es unterliegt den hohen Sicherheitsanforderungen deutscher Behörden. Alle Dateien liegen digital vor und können jederzeit zur weiteren Bearbeitung hinzugezogen werden. Die realisierbare Integration von OCR-Lösungen vereinfacht und beschleunigt zudem den digitalen Ablauf.

Abwicklung gesichert

Neben der Verwaltung offener Posten beinhaltet das Zahlungsmanagement des Portals auch die Möglichkeit zur Bearbeitung des Mahnwesens. Maximalwertüberwachungen stehen ebenso zur Nutzung bereit wie auch Alerting bei Auffälligkeiten. Diverse Zahlungswege – etwa klassisch über die Bank oder Paypal und Amazon Pay – können über standardisierte Schnittstellen eingebunden werden. Bei externen Systemen findet ebenfalls eine Überwachung mit zugehörigen Prozessen statt. Ein Beispiel stellt die Maximalüberwachung von Kreditversicherungen dar, um Versicherungsgrenzen nicht zu überschreiten.

Hand in Hand

Vertrieb über den klassischen Weg gestaltet sich aufgrund der Corona-Krise schwierig. Kontakte finden kaum noch statt, der direkte und persönliche Austausch bleibt aus. Unternehmen müssen daher Alternativen bieten, um weiter im Spiel zu bleiben. Lassen sie sich nicht auf einen Wandel ein, bekommen sie Probleme. Über das Portal beispielsweise erwerben Anwender bei Interesse zu dem eigentlichen Produkt auch damit verbundene Ergänzungen oder Dienstleistungen. Als Hauptanwendungsfall fungiert der automatisierte Abschluss einer Kreditversicherung, um das Risiko des Ausfalls zu minimieren. Diese Vereinbarung steht dann mit den dafür erforderlichen Informationen beiden Partnern zur Verfügung. Die definierte Prozessabarbeitung ermöglicht es, einen genau mit dem jeweiligen Partner abgestimmten Ablauf zu nehmen, um die Rechtssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Auf diese Weise bleibt die Kommunikation bestehen und Angebote lassen sich realisieren. Welche Zusatzprodukte sich an den Hauptbestandteil koppeln und wie deren Bearbeitung abläuft, verwaltet konfigurativ der Produktmodellserver. Darüber hinaus verfügt die Plattform über ein umfangreiches Provisionssystem, das den Vertrieb unterstützt. Es verprovisioniert jedes Ereignis in Abhängigkeit vom gewählten Produkt, dem Umsatz oder sonstigen Basiszahlen. Variable Möglichkeiten zur Individualisierung und Durchführung zur richtigen, schnellen und einfachen Abrechnung stehen zur Verfügung. Das gilt auch für die Provisionsberechnung gegenüber Drittsystemen: Hierfür liefern die auf der Plattform vorhandenen Informationen die Grundlage. Betreiber haben auf diese Weise jederzeit einen aktuellen Überblick, welche Provisionen beispielsweise aufgrund von vermittelten Versicherungen bestehen und somit auch über die laufenden Finanzströme. Gleiches gilt für Vertriebler: Sie sehen, mit welchen Courtages sie rechnen können und haben Planungssicherheit – ein elementarer Punkt in Coronazeiten. 

Autor Matthias Stauch

Matthias Stauch ist Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer der INTERVISTA AG, ein Spezialist für die Digitalisierung des Vertriebs. Das Unternehmen implementiert Smart Contracts und Sales-Plattformen, um Dienstleistungen zu automatisieren. Stauch studierte Volkswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen, anschließend betätigte sich der IT-Experte als freier Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Marketing und Informationstechnik. Er verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Smart Contracts, Vertriebslösungen, Compliance und digitale Provisionierung.

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