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Management, Collaboration, Versicherung, Coronavirus, Homeoffice

Angestellte sind vor den Folgen des Coronavirus rechtlich gut geschützt

cmm360 - 16. März 2020

Immer mehr Unternehmen schicken ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice. Was heisst das versicherungstechnisch zum Beispiel bei einem Unfall? Die Unfallversicherung unterscheidet nicht, wo ein Unfall geschieht, sondern ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt oder nicht. Ein Arbeitsunfall kann auch zuhause geschehen. Wer mindestens acht Stunden pro Woche für einen Arbeitgeber arbeitet, ist überdies für die Folgen von Unfällen versichert, die ausserhalb der Arbeit passieren. Bei kleineren Pensen muss der Arbeitnehmende für eine Deckung von Nichtberufsunfällen selbst eine Versicherung bei seiner Krankenkasse abschliessen.

Thema: Unfallschutz

Der Unfallschutz gilt auch bei einer Quarantäne. Eine solche betrifft immer mehr Erwerbstätige: Aufgrund von Verdachts- oder Krankheitsfällen schicken diverse Firmen immer mehr symptomfreie Mitarbeitende in Quarantäne bzw. es wird eine Selbstisolierung empfohlen. Hier schuldet der Arbeitgeber den Lohn wegen der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht weiter. Es kann jedoch Ausnahmen geben, z.B. wenn sich Personen auf Eigeninitiative in Risikogebieten bzw. einer Risiko-Umgebung aufgehalten haben. Ein höchstrichterliches Urteil fehlt aktuell diesbezüglich noch. Aufgrund der behördlichen Einschränkungen in Bezug auf das öffentliche Leben und private Veranstaltungen oder beeinträchtigte Wertschöpfungsketten sind zudem immer mehr Unternehmen mit finanziellen Einbussen konfrontiert. Hierzu sieht der Bund Kurzarbeitsentschädigungen vor. Erkrankte erhalten in jedem Fall entweder die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung von ihrem Arbeitgeber oder bei Vorhandensein einer Krankentaggeldversicherung das entsprechende Taggeld.

Angestellte sind also arbeitsrechtlich gut gegen das Coronavirus gewappnet. Selbständigerwerbende ohne Krankentaggeldversicherung hingegen erhalten keine Lohnfortzahlung und können keine Kurzarbeit beantragen.

Homeoffice ist heute technisch in den meisten Fällen kein Problem

Bereits in den letzten Tagen haben eine Reihe von Unternehmen ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice geschickt. In Zeiten wie diesen zeigt sich, dass solche Firmen im Vorteil sind, die bereits über eine dezentrale technische Infrastruktur verfügen. Exemplarisch zeigt sich, dass einige IT-Abteilungen jetzt händeringend versuchen, für ihre Mitarbeitenden Laptops zu organisieren, weil sie sonst im Büro an Desktop-PCs arbeiten. Ebenfalls im Vorteil sind die Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit ihre Daten und Anwendungen auf Cloud-Lösungen umgestellt haben.

Für einige Zeit werden Videokonferenzen statt persönliche Meetings zur Normalität. Es hilft, dass die Organisation von solchen virtuellen Zusammenkünften einfach ist. Viele häufig genutzte Tools haben entsprechende Möglichkeiten an Bord – vom populären Slack bis hin zum Platzhirsch Microsoft und seiner Office-Landschaft. Das wird es erleichtern, dass sich Teams und Kollegen nicht aus den Augen verlieren – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier hilft es auch, dass die allermeisten Laptops heute Kameras integriert haben oder es preiswerte und gute Webcams gibt, die man ganz einfach per USB verbindet und auf den Monitor steckt.

Keine Sorgen muss man sich in der Schweiz wegen der verfügbaren Übertragungskapazitäten machen. Selbst wenn ein grosser Teil des Arbeitslebens über Videokonferenzen passiert, reichen die Bandbreiten. Im Vergleich brauchen die populären Videostreaming-Angebote wie Netflix viel höhere Bandbreiten. Insofern ist es besser für die Infrastruktur, wenn sich alle in Videokonferenzen aufhalten, als wenn sie Netflix schauen.

Gut gerüstet für das Arbeiten von zuhause sollten die allermeisten Personen sein. Die von den Providern angebotenen Bandbreiten sind auch in den kleineren Paketen ausreichend. Und wer kein Internet über eine Leitung hat, erhält mit entsprechenden Mobilfunk-Abos, zum Beispiel von Yallo oder Sunrise, die Möglichkeit, ein WLAN im Haus oder der Wohnung aufzuspannen.
Jean-Claude Frick, Comparis-Digitalexperte

 

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